GfK: Onlinehandel von technischen Konsumgütern steigt
Im ersten Halbjahr 2018 wurde rund ein Drittel des Umsatzes mit technischen Konsumgütern an Verbraucher im Online-Handel erwirtschaftet. Laut GfK hinkt die Entwicklung in Europa hinterher.
Zur IFA gaben die Marktforscher der GfK neue Daten zum Online-Handel mit sogenannten Technical Consumer Goods (TCG) bekannt. Darunter fallen sowohl Computer und andere IT-Produkte wie auch klassische Unterhaltungselektronik und Telekommunikationsgeräte sowie in der Regel auch Bild- und Tonträger sowie Spiele, zumindest als physisches Produkt. Dienstleistungen und Services sind ausgeschlossen. Das Kernergebnis der GfK lautet dabei: Die Bedeutung des Online-Handels als Absatzkanal für TCG nimmt weiter zu.
Global entfällt rund ein Drittel des Umsatzes mit TCG auf den Online-Handel. Unterschiede gibt es jedoch je nach Region und Produktkategorie. In 18 Ländern Europas, die in der Auswertung erfasst wurden, liegt der Online-Anteil kumuliert sogar bei nur 25 Prozent und damit unter Durchschnitt. Europa werde im Online-Handel ein hart umkämpfter Markt, schlussfolgert die GfK daraus. Bei den 18 Ländern handelt es sich übrigens um Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn.
Besonders beliebt ist der Online-Handel in diesen 18 Ländern übrigens bei den IT-Produkten. Hier liegt der Online-Anteil bei 38 Prozent. Bei den anderen Kategorien sei der Anteil des Online-Handels zwar geringer, aber stark wachsend. Im Bereich Telekommunikation liegt der Online-Anteil übrigens bei 21 Prozent, bei der klassischen Unterhaltungselektronik bei 22 Prozent und bei den Haushaltskleingeräten bei 28 Prozent.
Einen starken Impuls pro Online-Handel erwartet die GfK von den Mobilgeräten. Bei einer Verbraucherstudie gab mehr als jeder zweite Käufer von TCGs "sein Mobilgerät als wichtigstes Shopping-Hilfsmittel" an. Beim sogenannten M-Commerce sieht die GfK zudem die chinesischen Anbieter bestens aufgestellt. In China ist der Kauf aber auch das Bezahlen über Mobilgeräte längst Alltag.
Gute Chancen sieht die GfK aber auch für europäische Einzelhändler, insofern sie starke Allianzen und Partnerschaften schließen, um aus der Omnichannel-Präsenz Wettbewerbsvorteile zu ziehen. Denn trotz aller Online-Eurphorie habe der klassische Einzelhandel nicht an Attraktivität verloren. Oder wie es die GfK mit Zahlen ausdrückt: Der Anteil der Verbraucher, die Ladengeschäfte als weniger wichtig betrachten, hat sich von 2015 auf 2018 liegt unverändert bei 43 Prozent.