GfK-Prognosen für den Videomarkt
"Spider-Man", "Ice Age" & Co. werden dafür sorgen, dass der deutsche Gesamtvideomarkt das Jahr 2002 mit neuen Rekordwerten abschließt. Davon geht die GfK in ihren Prognosen aus.
Die weiteren bevorstehenden Topveröffentlichungen des traditionell starken Herbstgeschäfts bescheren der deutschen Videobranche in diesem Jahr neue Höhenflüge. Zwar war damit ohnehin zu rechnen, doch die Nürnberger Marktforscher der GfK gehen mit ihren Prognosen ins Detail: So werde laut Berechnung der Gesamtumsatz 2002 von 1,146 Mrd. Euro im Vorjahr auf rund 1,38 Mrd. Euro steigen.
Erneute Rekorde dank DVD
Im Verkaufsgeschäft trage die DVD 690 Mio. Euro und damit inzwischen eindeutig den Löwenanteil dazu bei (2001: 406 Mio. Euro). Das Kauf-VHS-Segment verhält sich - wenig überraschend - mit rund 312 Mio. Euro dagegen weiter rückläufig. Der gesamte Kaufmarkt wird der Vorhersage zufolge auf eine verkaufte Stückzahl von 62 Mio. VHS- und DVD-Units kommen, das wären satte zwölf Mio. mehr als 2001.
Logisch, dass dieser DVD-getriebene Trend auch entsprechende Hardwareentwicklungen bedingt. Laut GfK erreicht die Haushaltsausstattung mit DVD-Playern zum Jahresende die Marke von 16,6 Prozent - und die Aussichten bleiben brillant: 2003 rechnen die Experten mit einem weiteren Anstieg auf 27,9 Prozent. Kaum verwunderlich, denn in diesem Jahr lag der Durchschnittspreis für DVD-Player mit 172 Euro erstmals sichtbar unter den 181 Euro, die im Schnitt für Videorekorder berappt werden müssen.