Bei den Anbietern von Bildungsmedien sind die Comenius-Preise sehr begehrt. In diesem Jahr hat die Gesellschaft für Pädagogik und Information die Auszeichnung an insgesamt 60 multimediale Produkte vergeben.

"Ausgezeichnet" - zu diesem Urteil kam die Jury der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) in diesem Jahr bei insgesamt 60 multimedialen Produkten. Sie haben jeweils einen der Comenius-Preise 2001 gewonnen, die die GPI seit 1995 jährlich vergibt. In diesem Jahr hatten sich mehr als 50 Verlage, Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 125 Titeln beworben. Unter den Ausgezeichneten waren zwar auch renommierte Verlage wie Klett und Westerman, aber bei der Preisverleihung Mitte Juni in Berlin sorgten einige Untenehmen auch für Überraschungen.

Zum Beispiel : Erstmals erhielt der in München ansässige Anbieter eine Comenius-Medaille, und zwar für die Softwarereihe "Winnie Puuh". Die Serie "Lernen und Spaß mit Micky" - ebenfalls von Disney Interactive - wurde mit einem Comenius-Gütesiegel bedacht. , Marketing Manager bei Disney Interactive: "Dies zeigt, dass es uns gelungen ist, Spaß und Unterhaltung mit ernst zu nehmenden Lerninhalten zu kombinieren."

Zu den mehrfach Preisgekrönten gehört in diesem Jahr auch Digital Publishing. Die "Retrospect"- Kompendien des Lernsoftwareanbieters haben bereits zum drittenmal in Folge eine Euro-Comenius-Medaille erhalten. "Diese erneute Auszeichnung ehrt uns ganz besonders", freut sich Armin Hopp, Vorstand von Digital Publishing.

Um überhaupt eine Chance im Rennen um einen Comenius-Preis zu haben, muss sich die Software vorrangig durch ihren Inhalt auszeichnen. Den Grund hierfür nennt Professor Gerhard Ortner, Vorstandsvorsitzender der GPI: "Es gibt noch zu viele Bildungsmedien, bei denen die Technik im Vordergrund steht." Deshalb bewertet die GPI Info- und Edutainmenttitel bewusst nach deren Inhalt und Gestaltung.

Weitere Beurteilungskriterien sind die thematischen Ziele einer Software und ob diese erreicht werden. Wie zum Beispiel bei der CD-ROM "Anne Frank Haus" von TLC: Sie gewann bereits zum zweitenmal einen Comenius-Preis.Offensichtlich ist die Auszeichnung bei den Anbietern von Info- und Edutainmenttiteln begehrt. In den vergangenen sieben Jahren hat sich die Zahl der eingereichten Beiträge verzehnfacht. Die Comenius-Preise gehören zu den wichtigsten Ehrungen für moderne Bildungsmedien.

Das ist inzwischen auch Politikern bewusst: Thomas Härtel, Staatssekretär für Schule, Jugend und Sport in Berlin, vergab die Auszeichnungen in diesem Jahr gemeinsam mit dem GPI-Vorstandsvorsitzenden Ortner. Die Preise sind in folgende Kategorien unterteilt. Die Comenius-Medaille kürt didaktisch herausragende Produkte wie CD-ROMs, Bildungsangebote im Internet und Videos.

Das Comenius-Gütesiegel vergibt die GPI für die Entwicklung exemplarischer Bildungsmedien, insbesondere didaktische Multimedia-Software. Und mit der Euro-Comenius-Medaille schließlich werden Softwareanbieter ausgezeichnet, die hervorragende Bildungsmedien im Bereich Erwachsenenbildung entwickelt haben.

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