Vom Strategie- zum Rollenspielsektor: Mit "Two Worlds" entwickelt Reality Pump ein hundertprozentiges Fantasy-RPG, das sich durch hohe Entscheidungsfreiheit auszeichnen will. Publisher Zuxxez wird den Titel zur Marke machen.

Das Entwicklerstudio Reality Pump, in erster Linie bekannt für die SF-Strategiereihe "Earth", arbeitet zurzeit mit Hochdruck an einem neuen Rollenspiel: "Two Worlds" soll voraussichtlich im September für PC und Xbox 360 erscheinen.

Wie nur selten im Genre üblich, schlüpft der Spieler in die Haut eines bereits erfahrenen, couragierten Abenteurers mit allerhand Fähigkeiten. Dieser gerät in einen Konflikt zwischen längst vergessenen Göttern.

Einst plante der Kriegsgott Aziraal mit seinen Anhängern die Macht an sich zu reißen. Aber die anderen Götter konnten die heimtückischen Pläne vereiteln und verbannten Aziraal an einen geheimen Ort. Doch da bekanntermaßen nichts ewig währt, droht nun das Ende des herbeigeführte Friedens, und die dunklen Kräfte gewinnen wieder an Macht.

Gut oder böse?

Das Spielprinzip zeichnet sich insbesondere durch die hohe Entscheidungsfreiheit aus. Der Spieler nimmt den Fortgang der Story selbst in die Hand. Er wird ständig dazu verleitet, mit der Welt um sich herum zu experimentieren. Es gilt herauszufinden, welche Konsequenzen seine Taten haben. Gutes muss nicht zwangsläufig positive Auswirkungen haben und umgekehrt mündet eine böse Handlung nicht unbedingt in Verderben.

Je nachdem, welcher Weg eingeschlagen wird, können sich neue Quests auftun - weitere Orte lassen sich erforschen. Betritt der Spieler beispielsweise eine Szenerie, in der gerade ein Mann erhängt werden soll, gilt es, innerhalb weniger Sekunden zu entscheiden, ob er zuschauen oder den Mann retten soll. Entsprechend gewinnt der Spieler einen neuen Verbündeten oder hat weitere Feinde, oder er hat einen wichtigen Teil der Geschichte mit dem Tod des NPCs beeinflusst.

Taktische Scharmützel

Auch dynamisch inszenierte Kämpfe sind hierbei nicht selten das Resultat einer Entscheidung. Der Protagonist blockt selbstständig lediglich Angriffe der Gegner ab, die Offensive muss selbst eingeleitet werden. Die eigentliche Aufgabe während der Duelle ist herauszufinden, wo die individuellen Schwachstellen des jeweiligen Gegners liegen. Dann geht es darum, die erfolgversprechendsten Taktiken und Fähigkeiten anzuwenden.

Ein weiteres wichtiges Element im Kampfsystem ist der effektive Einsatz von Waffen und anderen Gegenständen oder Apparaturen wie Fallen - je nach Gegner. Es ist mitunter sehr viel geschickter, sich einem reitenden Ritter mit einer Lanze als mit einem Kurzschwert in den Weg zu stellen. Der Spieler kann selbst ebenfalls aufs Pferd steigen und hoch zu Ross kämpfen.

Ein bisschen Magie schadet nie

Neben dem reichhaltigen Waffenarsenal wird auch Magie beim Kampf eingesetzt. Es existieren Zaubersprüche aus den Bereichen Feuer, Wasser, Luft, Erde und Nekromantie (Toten- und Geisterbeschwörung). Um den Spielern eine möglichst intuitive und flexible Magieanwendung zu ermöglichen, haben sich die Entwickler am System der sehr erfolgreichen Sammelkartenspiele orientiert.

Die Zaubersprüche sind analog zu dieser Methode interaktive Spielkarten zum Handeln und Sammeln. Der Spieler kann die einzelnen Magien zu Reihen kombinieren und verstärken. Man darf gespannt sein, wie die Fans das aufnehmen.

Alexandra Constandache, Vorstand der Zuxxez Entertainment AG

Wodurch hebt sich "Two Worlds" von anderen Rollenspielen ab?

Das wohl auffälligste Feature im Gegensatz zu Titeln wie "Oblivion" und "Gothic" ist eindeutig der Multiplayermodus. Der Singleplayermodus ist von einer sehr starken Story geprägt. Es muss mehr reagiert und agiert werden, als das üblicherweise in dem Genre der Fall ist. Die Quests kommen durch das eigene Handeln zustande und nicht nur durch Dialoge. Zudem besteht die Möglichkeit, einmal getroffene Entscheidungen zu korrigieren.

» Wie ist der Multiplayermodus aufgebaut?

Im Multiplayer kann man im Gegensatz zum Einzelspielermodus seinen Charakter frei gestalten. Der Spieler wählt Rasse, Geschlecht, Aussehen und definiert die Grundeigenschaften. Mit bis zu acht Freunden darf im Koopmodus oder in Konkurrenz gespielt werden.

» Welche Marketingaktivitäten sind geplant?

Unser Marketingbudget für "Two Worlds" beträgt etwa eine Mio. Euro - Print und Online. Begleitet wird das Ganze von mittelalterlichen Events sowie diversen PoS-Aktionen zum Release. Ferner haben wir Marketingkooperationen mit Hardwareherstellern und Technologieträgern vereinbart, die einen Hype zum Release garantieren.

Hinzu kommt die Zu-Produkt-Preis-Strategie: Neben der Standardedition wird es sowohl eine Collector's Edition als auch eine preisgünstige Special Edition geben - für 30 Euro jedoch ohne Multiplayerfähigkeit. Bei der Xbox-360-Variante erwarten wir, innerhalb der normalen Preisrange für Konsolenspiele der neuen Generation zu liegen.

» Wie sehen Sie die Chancen für Ihr Produkt im Marktumfeld? "Gothic 3" soll etwa zeitgleich erscheinen.

Wir haben keine Bedenken, dass sich der Release mit "Gothic 3" überschneiden könnte. Zudem ist die derzeitige Genrereferenz "Oblivion" dann schon ein halbes Jahr auf dem Markt. Und vom MMORPG-Geschehen, das im Grunde als ein riesiger Chatroom ausgelegt ist, heben wir uns auch klar ab.

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