GVU-Arbeit fruchtet auch im ersten Quartal
Von Januar bis Ende März 2006 wurden durch Ermittlungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) über 500 neue Verfahren wegen Erstellung, Kauf oder Handel mit Raubkopien eingeleitet. Neue Plakate im Rahmen der "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampagne sollen weiter abschrecken.
Nach Angaben der GVU - Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen konnten im ersten Quartal dieses Jahres 427 Verfahren wegen Erstellung, Kauf oder Handel mit Raubkopien abgeschlossen werden. Weitere 525 neue Verfahren wurden demnach eingeleitet, wovon 461 Verfahren auf den Bereich Film entfallen. Wie die Hamburger Piratenjäger weiter mitteilen, wurden von Januar bis Ende März 2006 auf Hinweis der GVU 366 verdächtige Räumlichkeiten durchsucht, wobei 209.419 Gegenstände beschlagnahmt wurden. Darunter befanden sich 100.924 illegal erstellte Datenträger mit Filmen.
Die ZKM - Zukunft Kino Marketing indes hat neue Plakate zur Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" vorgestellt, die ab Ende Mai in dem IVD angeschlossenen Videotheken aushängen werden. Die Plakate zeigen exemplarisch Fälle von verurteilten Raubkopierern, die kürzlich wegen Herunterladens aus illegalen Quellen bzw. Verkaufen von Raubkopien auf dem Flohmarkt zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt wurden.
"Was vielen immer noch nicht bewusst ist: Raubkopieren ist kein Kavaliersdelikt. Darauf macht die Kampagne 'Raubkopierer sind Verbrecher' immer wieder aufmerksam", so Michael Panknin, Aufsichtsratsvorsitzender des IVD.