Anlässlich des bevorstehenden "Job-Gipfels" pocht der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) auf Steuersenkungen und einen Verzicht auf das Antidiskriminierungsgesetz.

Einen Tag vor dem so genannten Job-Gipfel in Berlin hat der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) noch einmal nachdrücklich grundlegende Reformen eingefordert. "Die Erwartungen sind hoch und dürfen nicht enttäuscht werden", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel. Ohne grundlegende Reformen drohe für den deutschen Einzelhandel das vierte Minusjahr in Folge. "Die Steuersätze müssen für Kapital- und Personengesellschaften gleichermaßen gesenkt werden. Die Messlatte für eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung hat die FDP mit einem einheitlichen Höchstsatz von 25 Prozent für Körperschaftsteuer und Einkommensteuer gelegt", so Wenzel weiter. Gleichzeitig verlangte der HDE-Chef, auch die Lohn- und Einkommensteuer zu senken und das Steuerrecht grundlegend zu vereinfachen. Finanziert werden soll die Steuerreform nach Ansicht des HDE durch den konsequenten Abbau von Subventionen und Ausnahmeregelungen.

Des Weiteren kritisierte der Verband das geplante Antidiskriminierungsgesetz, das besonders für den Einzelhandel problematisch sei, da die Unternehmen auch bei möglichen Benachteiligungen der Mitarbeiter durch Kunden haften müssten. Der erste Schritt zum Bürokratieabbau müsse der Verzicht auf dieses Gesetz sein. "Die EU-Richtlinien sind schon schlimm genug. Darüber hinauszugehen kostet weitere Jobs in Deutschland", warnte Wenzel.

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