HDE korrigiert Prognose
Während der HDE nach dem dritten Adventssamstag seine Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft nach oben korrigierte, gibt es auch kritische Stimmen, die vor einer "Weihnachtseuphorie" warnen.
Auch nach dem dritten Adventssamstag vermeldet der HDE - Hauptverband des Deutschen Einzelhandels ein Umsatzplus. HDE-Präsident Hermann Franzen zog eine Zwischenbilanz und erklärte: "Das Weihnachtsgeschäft ist sehr gut gelaufen." Rund 70 Prozent der Händler konnten einer Umfrage des Hauptverbands zufolge ein Umsatzplus verbuchen, rund zehn Prozent nahmen weniger ein als vor einem Jahr, bei 20 Prozent stagnierte der Umsatz. Auf der Top-Ten-Liste der Präsente stünden unter anderem DVD-Filme. Franzen korrigierte angesichts der Entwicklung die Verbandsprognose für das diesjährige Weihnachtsgeschäft leicht nach oben und erwartet nun statt der angenommenen 24 Mrd. Mark bis zu 25 Mrd. Mark Umsatz. Vor einer "Weihnachtseuphorie" warnte hingegen der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels (BAG), Walter Deuss. Der Handel stecke insgesamt in einem Stimmungstief. Seiner Meinung nach werde sich das Konsumklima erst dann ändern, wenn sich auch die Lage am Arbeitsmarkt entspanne.