HDE zieht negative Halbjahresbilanz
Die Halbjahresbilanz des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) bilanziert für das erste Halbjahr 2005 einen Rückgang der Handelsumsätze um ein Prozent. Die unklare politische Situation sorge auch im zweiten Halbjahr für Einbußen. Einziger Lichtblick: Die Fußballweltmeisterschaft 2006.
Der deutsche Einzelhandel hatte im ersten Halbjahr 2005 nach einer Erhebung des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) erneut mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Das Minus wird vom HDE mit einem Prozentpunkt angegeben. Weniger besser sehen die Erwartungen für das zweite Halbjahr aus. Insbesondere die unklare politische Situation nach der Bundestagswahl lasse die Umsätze weiter einbrechen. Die Jahresprognose wurde daher auf minus ein Prozent nominal korrigiert.
Den einzigen Lichtblick für den deutschen Handel stelle derzeit die Fußballweltmeisterschaft 2006 dar. Die vielen Gäste aus dem In- und Ausland könnten vor allem an den zwölf Spielstätten ein Umsatzplus bringen. Ein WM-bedingtes Plus von 0,5 bis einem Prozent prognostiziert der HDE. Im Bekleidungs- und Elektronikeinzelhandel erwartet der Verband ein deutliches Umsatzplus durch die Fußball-Fans.
Der Politik legte der Verband eine zweiprozentige Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung ans Herz, um die Lohnnebenkosten zu senken. Zur Finanzierung schlägt der Verband u.a. vor, die durch die hohen Spritpreise anfallenden Mehreinnahmen bei der Mehrwertsteuer zu verwenden. Der HDE beziffert das Sprit-Plus in der Staatskasse auf zwischen 1,6 und 2,2 Mrd. Euro.