Unterstützer des HD-DVD-Formats sehen insbesondere niedrigere Herstellungskosten als Marktvorteil gegenüber der konkurrierenden Blu-ray-Technologie.

Die technische Verwandtschaft der HD-DVD zur derzeit gebräuchlichen DVD könnte sich als entscheidender Faktor in der Diskussion um die Unterstützung der beiden potenziellen Nachfolgeformate erweisen. Während die Replikation von HD-DVDs zumindest teilweise auf bestehende Techniken zurückgreift, würden die neuartigen Herstellungsprozesse für Blu-ray deutliche Mehrkosten verursachen. Dieser Ansicht sind zumindest einige Gegner dieses Standards. "Man kann Blu-ray noch nicht zuverlässig herstellen. Man benötigt neue Geräte und muss sich mit neuen Abläufen und Materialien vertraut machen. Um es einfach zu sagen: Es wird eine Menge Geld kosten." Mit dieser Einschätzung meldete sich ein Repräsentant eines der für HD-DVD votierenden Studios zu Wort - wenn auch anonym.

Josh Peterson, Leiter der Abteilung für strategische Bündnisse zur Herstellung optischer Speichermedien bei Hewlett Packard, einem Unternehmen das Blu-ray unterstützt, relativiert derartige Aussagen. Seiner Ansicht nach würden sich hohe Anlaufkosten bei entsprechender Herstellungszahl rasch amortisieren. Entscheidend sei in diesem Zusammenhang, dass Blu-ray über rund 67 Prozent mehr Speicherkapazität verfüge als HD-DVD und somit beim Vergleich der Kosten pro Gigabyte bestens dastünde.

Replizierer halten sich mit Einschätzungen hinsichtlich der Kostenfrage grundsätzlich zurück. Konsens bei den großen Unternehmen besteht darin, die Entscheidung über das zukunftsträchtigere Format dem Endverbraucher zu überlassen.

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