Home Order Television (H.O.T.) bietet mit "Multimedia" einen neuen Sortimentsbereich an. Electronic Arts, Eidos, Koch Media, Terzio und Symantec unterstützen den Shopping-Sender in den ersten Sendungen.

H.O.T. hat mit "Multimedia" einen neuen Sortimentsbereich ins Programm genommen. Verkauft wird in der Sendung sowohl Hard- als auch Software. Präsentiert werden diese vom Moderatorenduo Martin Kraus und Michael Zollenkopf. Zudem treten Experten der jeweiligen Hersteller auf, die den Zuschauer Schritt für Schritt an die gezeigten technischen Details heranführen sollen. Die Idee, Software über das Massenmedium TV zu verkaufen, wurde indes von Industrieseite gern aufgenommen.

"Bei der Spielesoftware handelt es sich um ein emotionales Produkt, das über einen TV-Sender optimal übertragen werden und somit zusätzliche Zielgruppen erreichen kann", erklärt Birgit Bandemer, Key Account Managerin Electronic Arts/Kingsoft. EA betrachtet sein frühes En-gagement als Testballon, der über einen eventuellen Ausbau der Kooperation entscheidet. Generell stehe EA aber stets neuen Vermarktungsformen offen gegenüber. Katharina Lohse, Trade Marketing Managerin bei Eidos, rechnet mit starken Impulskäufen und bewertet H.O.T. als guten, zusätzlichen Absatzkanal. "Das heißt jedoch nicht, daßdieser dem Versandhandel etc. Konkurrenz macht." Derzeit kommen für Lohse nur massenmarktfähige Produkte, deren Thema für die Zuschauer leicht zugänglich ist, für einen Verkauf über H.O.T. in Frage. Lohse hofft aber, daß durch diese Massenmarktprodukte auch das gesamte Thema Spiele für den Normalverbraucher verständlicher wird. "Unsere Branche befindet sich stark auf dem Weg zum Massenmarkt. Mit H.O.T. wird dieser Weg noch forciert", schätzt Lohse.

Eine Meinung, die auch Birgit Bandemer teilt: "Wir sind heute erst auf dem Weg zum Massenmarkt, wobei der Verkauf von Spielesoftware per TV einen wichtigen Schritt darstellt, diese Produkte der breiten Masse an potentiellen Spielern näherzubringen." Doch nicht nur Spiele könnten von der neuen Sendung profitieren, auch die stärksten Produkte aus dem Segment Kindersoftware sind in das Verkaufskonzept eingebunden. "Da es sich um einen ganz neuen Vertriebsweg für Terzio handelt, erwarten wir uns nur Positives", so Dino Zanolli, Vertriebsleiter von Terzio. Auch der Münchener Softwareverlag steht von Beginn an hinter H.O.T. "Ich denke es werden ganz neue Kunden angesprochen", beschreibt Zanolli den Hauptvorteil der Zusammenarbeit. "So werden wir sicher neue Kunden gewinnen und diese nicht aus anderen Vertriebskanälen abwerben.'

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