Nicht nur wegen der Partnerschaft mit Microsoft blickt der in Österreich mit Abstand marktführende Distributor zuversichtlich in die Zukunft. So soll der Umsatz von über 19,5 Millionen Euro 2001 auf 23,76 Millionen Euro in diesem Jahr steigen.

Es gibt nur wenige Unternehmen, die sich in ihrem Stammterritorium eine relativ ungefährdete Marktführerschaft auf die Fahnen schreiben können. Vielleicht aus genau diesem Grund passte das österreichische Distributionsunternehmen Dynamic Systems so blendend in die auserwählte Gemeinschaft exklusiver Xbox-Distributoren von Microsoft. Gemeinsamkeiten verbinden nun mal.

Marktführer auf Wachstumskurs

Gegründet wurde Dynamic Systems 1989, in einem Jahr, in dem nicht nur die deutsche Mauer fiel, sondern sich zugleich auch der Eiserne Vorhang zu lüften begann und die osteuropäischen Märkte sich öffneten. Ob Zufall oder Omen, nach einer konstant guten Geschäftsentwicklung begann das österreichische Unternehmen 1999 sich gen Osteuropa zu orientieren. In der Folge wurden die Verträge mit den Lieferanten nicht nur für Österreich, sondern zunehmend auch für Ungarn, Slowenien, Kroatien, Tschechien und die Slowakei geschlossen.

Ein Jahr nach Beginn der Ostexpansion eröffnete das Unternehmen seine erste Niederlassung in Prag. Inzwischen ist eine weitere in Budapest hinzugekommen. Doch nicht nur die eigene Performance im Heimatmarkt und auf Fremdterritorium verschaffen Dynamic Systems eine solide Basis, auf der sich langfristig Geschäfte aufbauen lassen. Ein wesentlicher Punkt dürften hierbei auch die "anderen" Aktivitäten vom Dynamic Systems-Gründer Andreas Tobler sein.

Auch dessen Publishingunternehmen JoWooD Productions entwickelte sich prächtig. Mit dem Börsengang im Jahr 2000 legte JoWooD den Grundstein für eine massive Expansionspolitik. Und diese führte Anfang 2001 schließlich auch zu Veränderungen in der Gesellschafterstruktur von Dynamic Systems: So verkaufte Publisher Infogrames 20,1 Prozent seines 50,1-Prozent-Anteils an Dynamic Systems an JoWooD. Gleichzeitig gingen die 49,9 Prozent, die von der Tobler-Privatstiftung gehalten wurden, ebenfalls in den Besitz der JoWooD über, die somit 70 Prozent der Anteile an Dynamic Systems hält.

Dass die direkte Zugehörigkeit zur JoWooD-Gruppe durchweg Vorteile zu bieten hat, wird nicht zuletzt an einem weiteren Deal deutlich. So hat JoWooD kurz nach dem Erwerb der Dynamic Systems-Anteile auch das deutsche Distributionsunternehmen Leisuresoft übernommen. Die Nutzung von Synergieeffekten liegt auf der Hand. Doch unabhängig von möglichen Partnerschaften, die sich durch die Konzernmutter ergeben, konzentrieren sich die derzeit 49 Dynamic-Systems-Mitarbeiter weiter auf die Sicherung und den Ausbau des eigenen Geschäfts.

Die Voraussetzungen für künftiges Wachstum wurden mit einem neuen Headquarter geschaffen: 1400 Quadratmeter Bürofläche und 2000 Quadratmeter Warehouse. Die erklärten Ziele für das Jahr 2002 sind entsprechend ehrgeizig: Das Unternehmen will neue Vertriebskanäle für Software öffnen, die Logistik und den Service für seine Kunden weiter optimieren und so natürlich die Marktführerschaft in Österreich weiter verteidigen. Als zusätzliche Herausforderung peilt Dynamic Systems mit den Aktivitäten in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien einen Marktanteil von 35 Prozent an.

Share this post

Written by

The Darkest Files is German Game of the Year, The Berlin Apartment and Tiny Bookshop Win Big
Jörg Friedrich and the Paintbucket Team accepting the award for Best German Game, presented by Dorothee Bär.

The Darkest Files is German Game of the Year, The Berlin Apartment and Tiny Bookshop Win Big

By Pascal Wagner 3 min read