Infinium Labs legt Phantom auf Eis
Der Hersteller musste gegenüber der US-Börsenaufsicht die derzeitige Unternehmenssituation darlegen, um weitere Finanzierungsrunden einleiten zu können. Dabei zeigten sich zweistellige Millionenverluste aus den vergangenen Jahren.
Im Zeitraum bis September 2005 häuften sich so mehr als 62 Mio. Dollar Verlust an, wovon jedoch lediglich 3,5 Mio. in die Produktentwicklung flossen. Der Großteil der Aufwendungen wurden in Werbung, Beraterhonorare, Löhne und sonstige Betriebskosten investiert.
Als Konsequenz wurden die Planungen für den Phantom Gaming Service bis auf weiteres auf Eis gelegt. An den Planungen, das selbst entwickelte Phantom-Keyboard auf dem Zubehörmarkt zu platzieren, wird jedoch festgehalten.
Derzeit strebt Infinium einen Launchtermin im zweiten Quartal an. Zunächst solle das Produkt über einen eigenen Onlineshop vertrieben werden. Ob das Phantom Lapboard jedoch jemals Marktreife erlangt, hängt vor allem davon ab, ob weitere Finanzierungsrunden realisiert werden können. Derzeit sieht sich das Unternehmen einer Vielzahl von Forderungen gegenüber, die wohl bislang nicht bedient werden können. So sagte Infinium verschiedenen Publishern großzügige Lizenzgebühren für die Unterstützung der Phantom-Konsole zu.
Laut US-Medien belaufen sich die Verpflichtungen allein gegenüber Atari auf 500.000 Dollar. Zudem wurde die Büromiete für das Hauptquartier in Seattle über Monate nicht gezahlt. 127.000 Dollar Mietschulden sollen sich so angehäuft haben. In Verhandlungen mit den Vermietern will Infinium die verfahrene Situation lösen.