IRMA-Fachkonferenz in Las Vegas
Die neuen High-Definition-DVD-Nachfolger waren Hauptthema der IRMA Technology & Manufacturing Conference 2002 Ende September in Las Vegas. Die Referenten vor Ort warnten dabei vor einem neuerlichen Formatestreit.
Der Weg zum einheitlichen DVD-Video-Format war lang. Im Musikbereich buhlen mit DVD-Audio und SACD bereits zwei Formate um die Gunst der Konsumenten. Bei DVD-Rekordern können die Verbraucher sogar zwischen drei Systemen wählen. Jetzt droht auch bei den DVD-Nachfolgeformaten ein Kampf der Systeme, wie sich auf der jüngsten Konferenz der International Recording Media Association (IRMA) herausstellte: Philips präsentierte die laut Hersteller zur DVD rückwärts kompatible Blue-ray-Disc.
Droht ein neuer Formatekrieg?
Toshiba und NEC wiederum stellten einen Blue-ray-Konkurrenten vor, der beiden Unternehmen zufolge "kosteneffektiver" zu replizieren sei, da die herkömmliche DVD-Herstellung genutzt werden könne. Als Dritter im Bunde warf Warner sein Rot-Laser-Format HD-DVD 9 in den Ring. Alan Bell, Senior Vice Präsident Technical Operations, warnte vor einem neuen Formatekrieg: "Schon zwei Formate sind eins zu viel", so Bell.
"Alle sagen, die Kosten seien mit DVD vergleichbar, aber ich weiß, dass das nicht wahr ist." Vor der Hi-Def-Debatte gab IRMA-Präsident Charles Van Horn in der Spielerstadt neue, positive Prognosen für den DVD-Markt bekannt. So steige die DVD-Player-Haushaltsausstattung in den USA bis 2007 auf 68 Prozent (2001: 23 Prozent). 2002 würden in Nordamerika 960 Mio. DVD-Videos produziert werden, 2003 sogar 1,225 Mrd. Units.