Im Interview mit GamesMarkt spricht Kelly Wallick, Mitorganisatorin des Indie Megabooth, über den Gemeinschaftsstand, welche Kosten auf die unabhängigen Entwickler zukommen und die Unterschiede zur PAX.

Was genau ist der Indie Megabooth und welche Leute stecken dahinter?

Der Indie Megabooth ist eine Ansammlung unabhängiger Spieleentwickler, die sich zusammenschließen, um die neuesten und besten Indiespiele auf Messen rund um den Globus zu präsentieren. Das Kernteam besteht aus Christopher Floyd und mir, aber wir haben dazu noch weitere Entwickler und Freunde, die uns unterstützen und den Stand möglich machen.

In welcher Form wird der Megabooth auf der gamescom vertreten sein? Werden Sie Stände in der consumer und in der business area haben?

Wir werden einen großen Stand in der consumer area haben, der in drei mal drei Meter große Einheiten aufgeteilt ist, ähnlich wie wir es schon bei der PAX gehandhabt haben. In jeder Einheit wird jeweils ein Entwicklerteam ein unterschiedliches Spiel vorstellen. Wir können also auf der gleichen Fläche, die ein AAA-Publisher benötigt, um ein einziges Spiel zu zeigen, gleich mehrere dutzend vorstellen. Außerdem haben die Besucher bei uns die Möglichkeit, die Entwickler selbst zu treffen und ihnen Fragen zu stellen, während sie die neuen Spiele ausprobieren. Wir hoffen außerdem, dass wir auch in der business area vertreten sein werden, aber das ist derzeit noch nicht final geklärt. Der Stand dort wäre zudem hauptsächlich für Pressegespräche und als Ruheraum für die Entwickler vorgesehen.

Wer kann sich alles für den Megabooth bewerben und was sind die Voraussetzungen?

Jeder kann sich bewerben! Wir versuchen, die Anforderungen für die Teams so niedrig wie möglich zu halten, damit jeder sein Spiel genau nach seinen Vorstellungen präsentieren kann. Was wir benötigen, ist ein drei Minuten langes Gameplay-Video, einige Screenshots sowie ein paar grundsätzliche Informationen über das Spiel. Das Spiel sollte in einen guten Zustand sein, und man sollte in der Lage sein, einen Titel mit hoher Qualität zu zeigen. Daneben gibt es keine weiteren Voraussetzungen. Man kann im Prinzip alles schicken, zum Beispiel Demos oder Links auf Webseiten. Für uns ist es am wichtigsten, dass die Teams und die Spiele das Beste aus der Indieszene repräsentieren. Interessierte Entwickler können ihre Spiele einreichen unter: http://indiemegabooth.com/about/submissions.

Welche Kosten kommen auf die Entwickler zu?

Das kommt darauf an, was die Entwickler mit ihrer Einheit anfangen wollen. Wir stellen ihnen die Basisausstattung zur Verfügung, alles darüber Hinausgehende können sie selbst hinzufügen. Unsere Empfehlung ist es, mit rund 5000 Dollar pro Veranstaltung zu planen. Es gibt Entwickler, die billiger wegkommen, und es gibt andere, die wiederum mehr brauchen.

Inwiefern unterscheidet sich Ihr gamescom-Auftritt vom Indie Megabooth auf der PAX?

Die Einreichungsphase läuft noch, deshalb kann ich noch nichts über die Spiele selbst sagen. Aber es werden ganz sicher wieder tolle Titel dabei sein. Die Standgröße wird kleiner und kompakter ausfallen, da wir uns auf der gamescom zuerst etablieren müssen. Wir arbeiten mit Unternehmen vor Ort zusammen, damit wir die Unterschiede bei den Messen, den Fans und den Ländern in unsere Planungen aufnehmen können. Wir freuen uns schon sehr auf den fertigen Stand und darauf, wie die gamescom-Fans auf unser Angebot reagieren werden.

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