Trotz gestiegener Umsätze ist die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Gamesbranche um deutliche 13 Prozent gesunken. Angesichts dieser Entwicklung betonte der BIU erneut, dass der Standort Deutschland eine moderne Medienförderung braucht.

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hat auf der Pressekonferenz im Vorfeld der International Games Week Berlin neue Daten zu den Beschäftigtenzahlen der deutschen Spielebranche enthüllt. Und die stimmen nicht gerade optimistisch: So ging die Zahl der Mitarbeiter bei Deutschlands Publishern und Entwicklern um 13 Prozent gegenüber Vorjahr auf 11.140 zurück. Die Zahl der Unternehmen stieg hingegen um vier Prozent auf 460. Da gleichzeitig die Umsätze steigen, spiegelt das Ergebnis wohl auch wider, dass Deutschland vor allem Absatzmarkt und immer weniger Produktionsstandort international wettbewerbsfähriger Computerspiele ist.

Angesichts dieser Entwicklung bekräftigte BIU-Geschäftsführer Felix Falk seine Forderung nach einer besseren Förderung: "Wir brauchen dringend eine moderne Medienförderung, die über den traditionellen Film hinaus auch die Produktion neuer audiovisueller Medien wie Games unterstützt. Nur so bekommen die Unternehmen die Möglichkeit, nachhaltig zu wachsen und global wettbewerbsfähig zu sein."

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.