Karstadt-Lieferanten sollen sich an Sanierung beteiligen
Der Handelskonzern KarstadtQuelle hat offenbar seine Lieferanten dazu aufgefordert, sich mit einem Solidarbeitrag an den Kosten der Sanierung zu beteiligen.
Der angeschlagene Handelskonzern KarstadtQuelle will, dass sich seine Lieferanten mit einem Solidarbeitrag an den Kosten für die Sanierung beteiligen. Vorstandschef Dr. Christoph Achenbach hat Geschäftspartner schriftlich dazu aufgefordert, sich "mit einem deutlichen Beitrag" an dem Solidarpakt zu beteiligen, den Mitarbeiter, Aktionäre und Management eingegangen seien. Dies berichtet die "Lebensmittel Zeitung".
KarstadtQuelle-Sprecher Jörg Howe habe bestätigt, dass ein derartiges Schreiben verschickt worden sei. Dabei handele es sich lediglich um ein "Gesprächsangebot" mit Blick auf bevorstehende Verhandlungen über geschäftliche Konditionen, wird Howe zitiert. Es beinhalte keine prozentualen Angaben über die Höhe eines angepeilten Nachlasses. Auch sehe Karstadt Quelle keine wettbewerbs- und kartellrechtlichen Probleme.
Jedoch haben Wirtschaftverbände der Konsumgüterindustrie bereits die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg eingeschaltet, heißt es weiter.