Beim angeschlagenen Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle steht für 2004 ein um die Sanierungskosten bereinigter operativer Verlust von 190 Mio. Euro zu Buche. Analysten hatten jedoch mit Schlimmerem gerechnet.

Wie KarstadtQuelle am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Essen mitteilte, belief sich der Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) 2004 auf 1,63 Mrd. Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Plus von 225 Mio. Euro zu Buche. Um die Sanierungskosten bereinigt habe der Ebta-Verlust Unternehmensangaben zufolge bei 190,7 Mio. Euro gelegen (Vorjahr: plus neun Mio. Euro). Dies ist immerhin weniger als die Analysten erwartet hatten; diese waren von einem Minus von bis zu 300 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz betrug nach 14,4 Mrd. Euro im Vorjahr im Jahr 2004 13,45 Mrd. Euro. Im stationären Einzelhandel sanken die Erlöse auf 5,7 Mrd. Euro (2003: 6,13 Mrd. Euro).

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich der angeschlagene Essener Handelskonzern vorsichtig optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr hob Karstadt die Ergebnisprognose leicht an. "Wir haben das Krisenjahr 2004 entschlossen und offensiv für einen Neustart genutzt. 2005 wird ein Jahr der Umsetzung, und hier sind wir teilweise besser als unser Plan", erklärte Finanzvorstand Harald Pinger, der nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Christoph Achenbach derzeit den Vorstand leitet. Der Umsatz im fortzuführenden Geschäft werde jedoch nach einem Minus im ersten Quartal leicht unter Vorjahr erwartet, räumte Pinger ein. Ab 2006 soll KarstadtQuelle jedoch mit einem "vollständig neuen Profil wieder Wachstum erzielen können".

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