KarstadtQuelle findet Käufer für seine 75 Warenhäuser
Der angeschlagene Essener Handelskonzern KarstadtQuelle wird seine 75 kleineren Warenhäuser an britische Investoren verkaufen. Auch für SinnLeffers und Runners Point sind Käufer gefunden worden.
Die KarstadtQuelle AG ist in ihrem Restrukturierungsprogramm weiter voran gekommen. Wie der angeschlagene Essener Handelskonzern am Mittwoch mitteilt, wurden für die 75 kleineren Karstadt-Warenhäuser Käufer gefunden. Sie werden demnach von der Londoner Finanzgruppe Dawnay und dem britischen Handelsunternehmen Hilco UK Ltd übernommen. Die 75 kleineren Warenhäuser haben eine Verkaufsfläche unter 8.000 Quadratmetern, befinden sich vor allem in mittelgroßen deutschen Städten und beschäftigen 4.900 Mitarbeiter. Über den Kaufpreis wurde bislang nichts bekannt.
"Kaum jemand hatte damit gerechnet, dass wir unsere Kompakt-Warenhäuser überhaupt und dann noch in so kurzer Zeit verkaufen werden. Das ist ein Durchbruch für die nachhaltige Sanierung unseres Unternehmens", sagte Vorstandschef Dr. Thomas Middelhoff.
Darüber hinaus hat KarstadtQuelle auch Käufer für die Fachgeschäftsketten SinnLeffers und Runners Point gefunden. Wie KarstadtQuelle mitteilt, habe sich die Zahl der Mitarbeiter im Konzern seit Beginn der Restrukturierung um rund 25.000 verringert. Mehr als zwei Drittel konnten demnach in neue Anstellungsverhältnisse überführt werden.