Die KarstadtQuelle AG strukturiert den Geschäftsbereich Versandhandel neu und schreckt dabei auch nicht vor radikalen Maßnahmen zurück. So steht neben verschiedenen Spezialversendern auch das Internetgeschäft der Marke Neckermann zu Disposition. Als Kernmarke wird Quelle gestärkt.

Die deutsche Online-Handelslandschaft steht vor einschneidenden Veränderungen. Deutschlands größter Universalversender, die Essener KarstadtQuelle AG, strukturiert den Geschäftsbereich Versandhandel um und schreckt dabei auch nicht vor radikalen Einschnitten zurück. So steht neben verschiedenen Spezialversendern auch Neckermann.de zur Disposition.

Künftig will sich der Konzern auf die Kernmarke Quelle konzentrieren, die zum führenden Anbieter ausgebaut werden soll. Wachstumsmöglichkeiten sieht der Vorstand vor allem in den Bereichen Internethandel sowie Teleshopping, die beide in den kommenden Jahren forciert würden. Und auch im Ausland hat der Vorstand steigende Umsatzchancen ausgemacht: Ein stärkeres Investment in Mittel- und Osteuropa - mit einer zügigen Expansion im russischen Markt - sieht der Geschäftsplan vor. Keine Zukunft unter Karstadt-Regie sieht der Konzern hingegen für die Gesellschaften in Frankreich, Portugal und Spanien. Schnellstmöglich wolle sich man von ihnen trennen, Verkaufsgespräche seien bereits im Gange, heißt es aus der Konzernzentrale.

Im Spezialversand wird sich KarstadtQuelle künftig auf die Segmente Golden Ager, Premium und Communities konzentrieren - von allen übrigen Spezialversendern wird sich der Konzern mittelfristig trennen. Ausgegliedert werden soll auch die hausinterne Konkurrenz unter dem traditionsreichen Namen Neckermann. Der Vorstand sieht zwei Möglichkeiten, wie Neckermann.de, immerhin die Nummer drei der Universalversender in Deutschland, gewinnbringend aus dem Konzernverbund auszugliedern ist. So könne die Mailorder-Tochter im kommenden Jahr den Gang an die Börse antreten oder aber komplett verkauft werden. Die Versandhandelservice-Group, unter deren Dach KarstadtQuelle 14 Call-Center, fünf Logistikstandorte und IT-Dienstleister mit insgesamt 10.000 Beschäftigten betreibt, soll verkauft oder mit einem strategischen Partner betrieben werden.

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