Erst vor anderthalb Jahren gestartet, zählt die Kiddinx Entertainment GmbH heute zu den führenden Anbietern im Bereich Software für Kinder. Erfolgreichste Titel sind "Benjamin Blümchen" und "Bibi Blocksberg". Bis Ende 2001 soll das CD-ROM-Programm insgesamt 25 Titel umfassen.

Worauf aber gründet der Erfolg von Kiddinx Entertainment? Liegt es an der Unternehmensstrategie? Am Marketing? Oder brillieren allein schon die Marken Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg?

Tatsache ist: Das Unternehmen hat sich im Geschäft mit Kindersoftware inzwischen etabliert. Erst vor anderthalb Jahren startete die Firma, die damals noch Kiosk Audio Video Cassetten GmbH hieß, dieses Programm. Die Umbenennung erfolgte im August vergangenen Jahres, um alle Bereiche des Unternehmens unter einem Dach und einem Namen zu bündeln. Inzwischen gehört Kiddinx mit insgesamt 15 Titeln zu den bedeutenden Anbietern von CD-ROMs für Kids in Deutschland.

Alles begann damit, dass am 13. Oktober 1999 die erste CD-ROM, "Benjamin Blümchen: Das Zoospiel", bei Kiosk erschien. Bereits einen Monat später hatte dieser Titel den ersten Platz der Kindersoftwarecharts geentert "und übertraf damit alle unsere Erwartungen", wie Geschäftsführer Wolfgang Otterstein sagt. Offensichtlich hat er sich auf diesem Triumph nicht ausgeruht. Im Februar des folgenden Jahres brachte das Unternehmen seine nächste Scheibe mit dem Namen "Bibi Blocksberg: Auf der Suche nach dem Superhexspruch" auf den Markt. Diese kleine Hexe zauberte sich ebenso schnell auf Platz eins bei der Kindersoftware wie zuvor der Elefant Benjamin Blümchen. Bis heute sind von "Das Zoospiel" 150.000 Exemplare verkauft worden. Beim "Superhexspruch" sind es nur 20.000 CD-ROMs weniger. Kein Wunder, dass Kiddinx beide Figuren zu einer Softwarereihe ausgebaut hat, die sich zu einem Dauerbrenner in den Charts entwickelt hat.

Was aber im März vergangenen Jahres geschah, ist bislang einmalig in der Firmengeschichte: Kiddinx hielt damals in den Top Ten der Kindersoftware die ersten drei Plätze. Dazu sagt der Geschäftsführer: "Wir sind zuversichtlich, dass wir das wieder einmal schaffen." Das dürfte dem Unternehmen leicht fallen. Im vergangenen Jahr hat es insgesamt 600.000 CD-ROMs verkauft. Darauf ist Wolfgang Otterstein stolz. Der Anteil der Kindersoftware am Gesamtumsatz der Firma, die hauptsächlich Hörspiele, Kindermusik und Videos anbietet, liegt derzeit bei zwölf Prozent. Bis Ende 2001 sollen 25 Prozent erreicht sein. Das resultiere automatisch aus der geplanten Verdreifachung des CD-ROM-Angebots bis zu diesem Zeitpunkt. Neue Serien und der Ausbau des Katalogs auf 25 Titel sollen dies ermöglichen.

Auch im Internet kann die Branchenkonkurrenz in diesem Jahr mit weiteren Aktivitäten von Kiddinx rechnen. "Drei Millionen Pageimpressions sind derzeit nicht von schlechten Eltern", so Geschäftsführer Otterstein. Das ist für ihn genauso wenig Grund zur Muße wie die Tatsache, dass die Bibi Blocksberg-Site gerade als drittbeste Kinderseite mit dem Kids Award ausgezeichnet wurde. "Ab Mitte des Jahres soll es ein Portal mit einem neuen Shop geben", sagt Otterstein. Auch in diesem Bereich scheint das Unternehmen auf das Prinzip zu setzen, von Anfang an durchzustarten. Denn mit dem Onlineverkauf von CD-ROMs hatte Kiddinx erst im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Wie erklärt sich der Geschäftsführer nun aber das Geheimnis des Erfolgs von Kiddinx? Selbstverständlich liegt es für ihn auch an der hohen Akzeptanz der Charaktere Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen und den "qualitativ guten Produkten mit hohem Spielwert".

Kids Award für Bibi Blocksberg

Zu den Triumphen tragen nach Aussage von Wolfgang Otterstein aber vor allem die 24 Mitarbeiter seines Unternehmens wesentlich bei. Sie würden bei der Gestaltung der Produkte, im Marketing, in der Distribution und bei der Zusammenarbeit mit den Kunden ausgezeichnete Arbeit leisten.

Beispiel Marketing: Das gesamte Jahr über wirbt die Firma auf Sendern, die für die Kiddinx-Zielgruppe relevant sind, mittels TV-Werbung. Darüber hinaus gibt es "gezielte PR-Aktionen, groß angelegte Endverbraucherpromotions und tatkräftige Unterstützung des Handels mit innovativen Displays und Dekorationsmaterial".

Nicht zuletzt schätzt Geschäftsführer Otterstein das interaktive Spielen als besonders zukunftsträchtig ein, "unabhängig von der medialen Plattform" und sieht darin einen Grund für das weitere Wachstum von Kiddinx.

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