Die britische Handelskette Kingfisher hat im ersten Halbjahr 2002 für den gesamten Konzern sowohl Umsatz als auch Gewinn gesteigert. Die deutschen Töchter Pro- und MakroMarkt schreiben hingegen weiter rote Zahlen.

Kingfisher gab die Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr 2002 bekannt, das am 3. August endete. Demnach konnte die Handelskette den Umsatz im gesamten Konzern um 10,1 Prozent, flächenbereinigt um 1,3 Prozent, auf insgesamt 5,072 Mrd. Pfund (8,016 Mrd. Euro) steigern. Der Einzelhandelsgewinn beträgt 294,3 Mio. Pfund (465,15 Mio. Euro). Das sind 19,8 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Pro- & MakroMärkte in roten Zahlen

Nach Unternehmensangaben war die Umsatzentwicklung in der Elektrosparte im 2. Quartal besser als im ersten, da die Nachfrage der Verbraucher nach Produkten aus dem Bereich TV, Video und DVD durch die Fußballweltmeisterschaft angekurbelt wurde. Die Bilanz der deutschen Kingfisher-Töchter Pro- und MakroMarkt mit insgesamt 189 Filialen bei einer Verkaufsfläche von 229.200 Quadratmetern sieht für das erste Halbjahr 2002 hingegen nicht so gut aus: Der Umsatz ging um 20,4 Prozent zurück und beläuft sich auf 226,9 Mio. Pfund (358,63 Mio. Euro) im Vergleich zu 285 Mio. Pfund (450,45 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2001. Zwar wurden 7,7 Prozent weniger Verlust als noch im gleichen Vorjahreszeitraum verzeichnet, dennoch beträgt dieser noch immer 21,6 Mio. Pfund (34,14 Mio. Euro).

Das im vergangenen Jahr eingeführte Gesundungsprogramm griff und führte zu höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen, höheren Margen und niedrigeren Kosten. Trotzdem reichten diese Änderungen nicht aus, um den Absatzrückgang auszugleichen, der auf ein schwaches Marktumfeld sowie verstärkte Aktivitäten der Wettbewerber zurückzuführen sei, so Kingfisher. Nach anfänglich viel versprechenden Ergebnissen liefere das Geschäft in Deutschland noch nicht die erforderliche Performance-Steigerung.

Kingfisher-CEO Sir Geoffrey Mulcahy kommentierte die Entwicklung folgendermaßen: "Insgesamt haben wir in einem schwierigen Verbraucherumfeld überzeugende Ergebnisse erzielt. Dank unserer starken Position auf dem Elektromarkt in Frankreich und Großbritannien konnten wir in einem problematischen Marktumfeld dennoch operieren, während wir in Deutschland zweifellos mehr Arbeit vor uns liegen haben."

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