Professionelle eBay-Händler kämpfen wegen des zunehmenden Konkurrenzdrucks mit immer härteren Bandagen. Einem Pressebericht zufolge spionieren sich Verkäufer gegenseitig aus und kopieren systematisch Ideen von Mitkonkurrenten.

Der Konkurrenzkampf unter professionellen eBay-Händlern ist härter geworden. Um ihre Existenz zu sichern, spionieren sich Verkäufer gegenseitig aus und kopieren systematisch Ideen von Mitkonkurrenten, berichtet das Magazin "Focus". "Wenn wir ein neues Produkt verkaufen, haben es spätestens nach acht Wochen auch zahlreiche kleinere Händler", wird einer der umsatzstärksten deutschen Powerseller von DVD-Playern, Autoradios und Hi-Fi-Zubehör zitiert.

Nach Ansicht von Harald Herrmann, Gründer der Powerseller-Interessengemeinschaft International E-Business Association, trage die Bundesagentur für Arbeit eine Mitschuld an der Lage. Diese schicke Arbeitsuchende ohne vernünftige Ausbildung in die Selbstständigkeit als Online-Händler. "Mit staatlicher Förderung wie Existenzgründungszuschüssen oder Übergangsgeldern im Rücken können die Neulinge Produkte zu Spottpreisen anbieten und machen langfristig den Markt kaputt", so Herrmann. Etablierte Händler gingen demnach verstärkt dazu über, neuen Verkäufern mit teuren Abmahnungen, beispielsweise wegen Formfehlern im Impressum oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Steine in den Weg zu legen.

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