Derzeit sitzt das Geld beim deutschen Verbraucher locker wie lange nicht mehr. Weihnachten und die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung befeuern den Konsum.

Das Konsumklima in Deutschland ist derzeit so gut wie seit dem November 2001 nicht mehr. In einem regelrechten Endspurt hievten die bundesdeutschen Konsumenten den Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Jahresende auf einen neuen Höchststand. Zwei bevorstehende Großereignisse werfen dabei ihre Schatten voraus. So sorgt zum einen das Weihnachtsfest für Einkaufsstimmung, während die kommende Mehrwertsteuererhöhung die Bundesbürger jetzt noch größere Anschaffungen tätigen lässt. Zwar wurde der Rekordwert des Vormonats nicht ganz erzielt, mit 63,9 Punkten liegt der Indikator Anschaffungsneigung aber gewaltige 72 Punkte über dem Wert des Vorjahres. Insgesamt sprächen die Ergebnisse für ein positiv verlaufendes Weihnachtsgeschäft, sind die GfK-Forscher überzeugt.

Für die gute Grundstimmung sorgt aber auch das weiterhin stabile Vertrauen der Verbraucher in die Konjunkturentwicklung. Um 3,4 Punkte gewann der Indikator, der die Zuversicht der Verbraucher in die weitere Wirtschaftsentwicklung ausdrückt im Vergleich zum Vormonat. Auch der zu erwartende Konjunktureinbruch zum Jahreswechsel störte nicht den positven Ausblick der Bundesbrüger.

Weiterhin unstet entwickelt sich hingegen der Indikator für die eigene Einkommensentwicklung. Offenbar glauben die Verbraucher nicht, dass sich die bessere Konjunkturlage auch für sie in barer Münze auszahlen wird. Nach deutlichen Gewinnen im Vormonat wurden für den November erneut Einbußen von 6,6 Punkten verzeichnet. Der Gesamtindikator für das Konsumklima änderte sich im Monatsvergleich nur minimal: Um 0,1 auf 9,4 Punkte stieg der Wert an.

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