Dr. Lutz Anderie, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Frankfurt University of Applied Sciences, erläutert in einem Statement warum 50 Millionen Euro Videospielförderung nicht ausreichen.

Nachdem nun die EU-Notifizierung zur Computerspielförderung abgeschlossen ist, steht der Zuteilung der Gelder nichts mehr im Weg. Dr. Lutz Anderie, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Frankfurt University of Applied Sciences sagt in einem Statement, dass die Frage, ob Computerspiele überhaupt gefördert werden sollen, durchaus berechtigt sei: "Muss eine Mediengattung, die ohnehin auf breites Interesse in der Zielgruppe trifft, gefördert werden? Oder ist das Verschwendung von Steuergeldern?" Sein Standpunkt ist klar: "50 Millionen Förderung pro Jahr sind noch zu wenig."

"Zweifelsohne sind die 50 Millionen Euro pro Jahr sinnvoll investiert, denn dadurch werden sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen ist die Gamesbranche der 'digitale Frontrunner' für zahlreiche Branchen. Virtual Reality, künstliche Intelligenz und Blockchain, um nur einige zu benennen, sind Zukunftstechnologien, die von der Gamesbranche entwickelt, getestet oder perfektioniert wurden. Und auch die selbstfahrenden Autos funktionieren mit Software, die ursprünglich für Rennspiele am Computer entwickelt wurden - Mobility in Reinkultur", so Anderie. So werden aber auch die Fördergelder in Startups junger Unternehmer, oder in Gamesunternehmen investiert, die Arbeitsplätze schaffen. Auch den verpassten Aufsprung auf den Zug der Digitalisierung könne Deutschland somit vielleicht wieder gut machen. Einige Nischen bei der Digitalisierung gibt es noch, die es zu besetzen gelte. "Und hier kann Deutschland durch seine mittelständisch geprägte Wirtschaft sicherlich noch Potenziale ausschöpfen - auch mit Hilfe der Gamebranche", erwartet Anderie.

"Der Bundeshaushalt für 2020 beläuft sich auf 362 Milliarden Euro, die Förderung für Computerspiele stellt demnach einen Anteil von unter 0,02 Prozent dar", so Anderie. "Man darf allerdings nicht vergessen, dass es sich bei diesem Betrag lediglich um einen Tropfen auf den heißen Stein handelt." Die Entwicklung eines Computerspiels koste schnell mehrere, teilweise über 100 Millionen Euro.

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