Ob mit geballter Werbepower oder schlicht durch Mundpropaganda: Jede Marketingform soll die Kunden zum Produkt bringen und sie zum Kauf animieren. Gerade im Weihnachtsgeschäft. GamesMarkt.de hat sich bei Multimediaanbietern umgehört, auf welche Strategien sie in diesem Jahr setzen.

Kaufen, kaufen, kaufen. Natürlich sollen die Kunden kaufen, gerade im Weihnachtsgeschäft. Denn es ist für Handel und Industrie der wichtigste Umsatzbringer. Mit gezieltem Marketing wollen Multimediaanbieter Kunden zum Kauf ihrer Produkte bewegen. Keine leichte Aufgabe im Segment Info-/Edutainment, wo der User von Titeln außer Spaß auch Nutzen erwartet.

Heureka-Klett: Handel frühzeitig über Aktionen informiert

Die Marketingaktivitäten des Heureka-Klett Softwareverlags, der in den Herbstmonaten rund 70 Prozent seines Jahresmarketingbudgets ausgibt, konzentrieren sich in diesem Jahr auf die neuen Lernabenteuer "Bioscopia" und "Chemicus", sagt Marketingleiterin Edith Breiling. Der CD-ROM-Anbieter hat sich für Printwerbung in auflagenstarken Familien- und Computermagazinen wie "Eltern for Family" und "ComputerBild" entschieden. Für den Handel stellt der Publisher Schaufensterdisplays, Flyer, Plakate und interaktive Demo-CDs mit sechs Stunden Spielzeit bereit. Im Onlinebereich wurde für beide Titel je eine eigene Webseite mit Informationen und Downloads eingerichtet. Zudem versendet Heureka-Klett E-Mailings. Offensichtlich reagieren die möglichen Käufer positiv auf die Kampagne. Viele Endkunden hätten bereits nach Informations- und Werbematerial für Software gefragt. "Bei den Eltern herrscht noch immer ein Informationsdefizit", so Breiling. Durch PoS-Material und Händlerschulungen sei auch der Handel frühzeitig und umfassend über die Weihnachtswerbeaktionen informiert worden.

VUIPD: 1,5 Mio. Mark für Marketingaktionen

Auf gute Kontakte zum Handel legt man auch bei Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland (VUIPD) Wert. Ein Mitarbeiter des Softwareanbieters kümmert sich ausschließlich um die Kommunikation mit den Händlern. Dazu Bernd Grannemann, Marketingleiter Edutainment von VUIPD: "Diese Schnittstellenfunktion hat sich in den vergangenen Monaten als äußerst wichtig herausgestellt." Erst vor wenigen Tagen ließ das Unternehmen als Pilotprojekt in zwei Karstadt-Filialen Anspielstationen für die "Addy"-Reihe installieren. Eine Crosspromotion mit Firmen, die wie VUIPD "Tweenies"-Produkte im Angebot haben, läuft derzeit noch. Für das Weihnachtsgeschäft 2001 setzt das Unternehmen neben der klassischen Print- auch auf massive Fernsehwerbung. VUIPD greift für die Kampagnen tief in die eigene Tasche: 1,5 Millionen Mark investiert der Softwareanbieter zu Weihnachten allein in das Marketing für den Bereich Info-/Edutainment. Davon fließt aber kaum eine Mark in Onlinewerbung. "Das Geld lässt sich in anderen Bereichen sinnvoller einsetzen", sagt Bernd Grannemann.

Ravensburger: "Sanfter" Weg im Marketing

Anders bei Ravensburger Interactive Media, wo man beim Marketing eher einen "sanften" Weg einschlägt, wie der für das Marketing zuständige Mitarbeiter Tobias Bönsch sagt. Der CD-ROM-Anbieter legt einen Schwerpunkt seiner Werbeaktivitäten auf Onlinepromotions. Ein Beispiel dafür ist die Begleitkampagne zur CD-ROM "Das verrückte Labyrinth". Auf der Webseite www.labyrinth-online.de gibt es neben Informationen auch eine Online-version des Spiels zum kostenlosen Testen. Zudem wirbt das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit mit Printanzeigen für seine Softwareprodukte. Generell würden beim Marketing Kooperationen mit Partnern aus anderen Branchen immer wichtiger. "Aber auch in der eigenen Unternehmensgruppe gilt es Synergien zu nutzen, die uns beispielsweise auch das Medium TV als Werbeplattform eröffnen", sagt Bönsch.

Tivola: Anregungen von Verbrauchern und Händlern

Nicht nur, aber auch zum Weihnachtsgeschäft setzt der Tivola Verlag schwerpunktmäßig auf einen Marketingmix aus Aktionen für den PoS und PR- und Fachanzeigen in der Handelspresse. Zudem ist der Kindersoftwareanbieter über Onlineauftritte vieler Keykunden und über verschiedene Informationen zu neuen Medien im Internet präsent. Tivola-Vertriebsleiter Werner Waschke sagt: "Mittlerweile finden sich im Netz fast 6000 Einträge zum Suchbegriff 'Tivola"." Aber der Softwarepublisher will seine Kunden nicht mit Werbung überfluten, da "das nicht zum Image eines Kinder-CD-ROM-Verlags passen würde", so Vertriebsleiter Waschke. Bei der Planung und Umsetzung von Marketingstrategien berücksichtige Tivola daher Anregungen von Endverbrauchern und Händlern. Bei der Planung und Umsetzung von Marketingstrategien berücksichtige Tivola daher Anregungen von Endverbrauchern und Händlern.

Share this post

Written by

Stop Killing Games and Does It Play Sue PlayStation Over Digital Pricing
A "sony tax": Stop Killing Games and Does it Play claim that the pricing on the PlayStation store is too high, and sue Sony in the Netherlands (Stop Killing Games)

Stop Killing Games and Does It Play Sue PlayStation Over Digital Pricing

By Pascal Wagner 1 min read
Stop Killing Games and Does It Play Sue PlayStation Over Digital Pricing
A "sony tax": Stop Killing Games and Does it Play claim that the pricing on the PlayStation store is too high, and sue Sony in the Netherlands (Stop Killing Games)

Stop Killing Games and Does It Play Sue PlayStation Over Digital Pricing

By Pascal Wagner 1 min read