International erlebt der Spielemarkt eine deutliche Belebung, vor allem durch die Performance in den USA angekurbelt. Jüngst legte Take 2 eine deutlich verbesserte Bilanz vor, und Eidos macht bei seinen Maßnahmen zur Kostenreduzierung merkliche Fortschritte.

Während der Markt in Deutschland nur langsam wieder an Fahrt gewinnt, hat auf internationaler Ebene der Boom bereits eingesetzt. Dies spiegelt sich einerseits in den offiziellen Zahlen wider, die erst kürzlich von der NPD Group vorgelegt wurden. So überschritt beispielsweise im ersten Halbjahr der Umsatz mit PC-Spielen in den USA erstmals die 600-Mio.-Dollar-Marke. Ein anderes Indiz ist jedoch die Performance der einzelnen Publisher. So verzeichnete Take 2 für das Ende Juli abgeschlossene dritte Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 122,5 Mio. Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Plus von über 50 Prozent. Gleichzeitig konnte ein Nettogewinn in Höhe von 4,8 Mio. Dollar verbucht werden. Im Vorjahr hatte Take 2 hingegen noch einen Verlust von etwas mehr als einer halben Mio. Dollar einstecken müssen.

Take 2 im Plus, Eidos zuversichtlich

Die kumulierte Bilanz für die ersten neun Monate fällt sogar noch besser aus. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent auf 575,7 Mio. Dollar, der Nettogewinn betrug 49,2 Mio. Dollar. Ebenfalls Zahlen vorgelegt hat auch der britische Publisher Eidos Interactive, und zwar eine Bilanz der letzten 15 Monate mit Ende zum 30. Juni. Dies geschah aufgrund einer Änderung des Geschäftsjahres. Von den Ergebnissen her schnitt Eidos nicht so gut ab wie Take 2. 128,9 Mio. Pfund Umsatz bedeuten einen kräftigen Rückgang und einen operativen Verlust in Höhe von 22,3 Mio. Pfund. Trotzdem geben diese Zahlen weniger Anlass zur Sorge als zur Hoffnung, denn der operative Verlust sank deutlich um 35,1 Prozent. Dies ist auch auf eine Reduzierung der Kosten zurückzuführen: Sie sanken um 20,6 Prozent.

Hinzu kommt, dass sich die Liquidität des Unternehmens nach eigenen Angaben weiter deutlich verbessert hat. Wurde Eidos im Jahr 2000 noch als Übernahmekandidat gehandelt, so verfügen die Briten heute für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft über ein aussichtsreiches Produktportfolio mit "Tomb Raider: The Angel Of Darkness" an der Spitze. "Alle Next-Generation-Konsolen sind nun erfolgreich gestartet, und die installierte Basis wird rund 44 Mio. Units zu Weihnachten 2002 erreichen", sagte Michael McGarvey, CEO von Eidos, bei der Präsentation der Zahlen. Damit bleibe der Ausblick auf die Entwicklung der Gamesbranche weiterhin stark, so McGarvey optimistisch.

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