Media-Saturn mit starkem Auslandsgeschäft
Das Wachstum der Metro-Group hat sich im ersten Halbjahr vor allem durch einen Umsatzeinbruch bei der skandalgeplagten Supermarktkette real,- verlangsamt. Für Lichtblicke sorgte das Auslandsgeschäft - vor allem bei Media-Saturn.
Die Metro Group weist im ersten Halbjahr 2005 einen im Vergleich mit den vorangegangen Berichtzeiträumen verlangsamtes Umsatzwachstum aus. Der Konzernumsatz stieg um 3,9 Prozent auf 27,24 Mrd. Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei lediglich 2,7 Prozent. Im Ausland konnte der Düsseldorfer Handelsriese den Umsatz um 9,5 Prozent steigern, in den osteuropäischen Ländern sogar um 22,3 Prozent. Im zweiten Quartal nahm der Umsatz der Metro-Group um 3,6 Prozent auf 13,83 Mrd. Euro zu. Außerhalb Deutschlands betrug die Steigerung 9,9 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn konnte um 10,1 Prozent auf 267 Mio. Euro verbessert werden, das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg um 2 Cents auf 0,47 Euro.
Die Media-Saturn-Holding wies im zweiten Quartal ein Umsatzwachstum von 6,7 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro aus. In Deutschland scheinen die Elektrofachmärkte jedoch ein wenig zu schwächeln, hier lag das Umsatzplus bei lediglich 0,7 Prozent, der flächenbereinigte Umsatz ging sogar um fast sieben Prozent zurück. Metro führt dies auf die Jubiläums- und Fußball-EM-Kampagnen zurück, die für eine sehr hohe Vorjahresbasis gesorgt hätten. 1,52 Mrd. Euro des gesamten Media-Saturn-Umsatzes entfielen auf die deutschen Märkte. Im europäischen Ausland konnten Media Markt und Saturn weitere Marktanteile hinzugewinnen. In Westeuropa kletterte der Umsatz um 14,3 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro, in den osteuropäischen Ländern stand ein Umsatzplus von 20,1 Prozent auf 153,3 Mio. Euro zu Buche.
Sorgenkinder der Metro-Group waren im zweiten Quartal die Kaufhof-Warenhäuser sowie die durch den Lebensmittelskandal gebeutelten LEH-Vertriebslinien real,- und Extra. Diese mussten im zweiten Quartal einen Umsatzeinbruch von zehn Prozent auf 2,37 Mrd. Euro verkraften, während bei Kaufhof ein Umsatzminus von 4,6 Prozent auf 765 Mio. Euro zu Buche stand. Das Ebita von Kaufhof verbesserte sich im zweiten Quartal aber immerhin um elf Prozent auf minus 47,7 Mio. Euro.