MediaMarktSaturn ordnet Russlandgeschäft neu
Die MediaMarktSaturn Gruppe hat ihr Russlandgeschäft gegen eine 15-prozentige Beteiligung am führenden Consumer-Electronics-Händler des Landes, PJSC M.video, eingetauscht. Dieser will sich zudem der European Retail Alliance anschließen, wodurch diese zum größten CE-Händler weltweit werden könnte.
Die MediaMarktSaturn Gruppe hat sich eine 15-prozentige Beteiligung an PSJC M.video gesichert, den nach Unternehmensangaben führenden Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Russlands. Verkauft werden die Anteile von der M.video-Mutter SAFMAR. Auf sie überträgt der deutsche Handelskonzern im Gegenzug sein Russlandgeschäft - MediaMarkt Russia - und zahlt auf Basis aktueller Wechselkurse 258 Mio. Euro für die Beteiligung.
Die Neuordnung des Russlandgeschäfts bedeutet für die MediaMarktSaturn Gruppe nicht nur das Ende operativer Verluste, sondern sichert auch eine Präsenz im lukrativen Wachstumsmarkt Russland. "Durch die Transaktion bleiben wir dauerhaft im großen und schnell wachsenden russischen Markt aktiv und haben eine nachhaltige Lösung für unsere Russland-Aktivitäten gefunden", sagt Pieter Haas, CEO von MediaMarktSaturn. "Wir werden signifikanter Anteilseigner der Nummer eins im russischen Markt für Unterhaltungselektronik."
Die Pläne von MediaMarktSaturn und SAFMAR bzw. M.video gehen sogar noch weiter. Laut Haas will M.video das dritte Mitglied der European Retail Alliance werden. "Die Allianz wird dann mit fast 34 Mrd. Euro für das größte CE-Volumen weltweit stehen", so der MediaMarktSaturn CEO.
Die European Retail Alliance wurde erst im Mai von MediaMarktSaturn und der französischen Fnac Darty vorgestellt. Bereits damals hieß es, die Allianz solle weiteren Retailpartnern offen stehen, um eine paneuropäische Plattform zu schaffen, die allen Mitgliedern Vorteile bietet. Gemeinsam sollen strategische Partnerschaften mit Lieferanten geschlossen, Vereinbarungen zur Eigenmarkenbeschaffung getroffen und die Datenanalysekompetenz ausgebaut werden. Zudem will man im Bereich Innovation zusammenarbeiten. Beim Einkauf soll die Kooperation jedoch zunächst auf Eigenmarken beschränkt sein.