Das medien.barometer Berlinbrandenburg 2020/21 wurde veröffentlicht und im Talk mit Unternehmensspitzen besprochen. Ergebnisse waren unter anderem, dass die Zufriedenheit mit Geschäftsverläufen abgenommen hat, Home-Office-Lösungen zumeist funktionieren und staatliche Unterstützung vielerorts nötig war und ist.

Über das medien.barometer berlinbrandenburg werden regelmäßig regionale Unternehmensvertreter im Medien- und Kreativbereich zu Lage und Aussicht befragt. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage wurden nun veröffentlicht und offenbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie. So waren Anfang letzen Jahres noch 79 Prozent zufrieden mit ihrem Geschäftsverlauf. Ein Jahr später ist dieser Wert auf 35 Prozent gefallen. Für die weiter Entwicklung in der Zukunft ist die Meinung allerdings geteilt. 36 Prozent der Befragten sehen die Umsatzentwicklung 2021 steigen, während sie 38 Prozent fallen sehen. Der Rest sieht sie stabil bleiben.

Vor allem die Musikwirtischft und der Rundfunk glaubt nur wenig an eine Besserung für das kommende Jahr. Lediglich ein Viertel beider Sektoren erwartet eine positive Entwicklung. In der Presse kommen 37 Prozent auf eine positive Sichtweise und in der Filmwirtschaft 43 Prozent. Wenig überraschend stechen die von der Krise weniger hart getroffenen Bereiche durch Optimismus hervor, die Gamesbranche mit 72 Prozent und die Telekommunikations- und IT-Branche mit 70 Prozent.

Durch die Corona-Krise mussten 64 Prozent der teilnehmenden Unternehmen Kurzarbeitergeld beantragen, ebenso viele benötigten das Soforthilfeprogramm des Landes Berlin oder das Brandenburgs. Dementsprechend wünschen sich gut 40 Prozent Investitionsförderungen und steuerliche Anreize, um den Folgen der Pandemie beizukommen. Für 39 bzw. 38 Prozent stehen außerdem der Ausbau der bestehenden Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen auf der Liste. Nur 20 Prozent wollen ohne Hilfe auskommen.

Dennoch hat die Krise auch positive Entwicklungen gefördert, allen voran das Arbeiten von Zuhause. 24 Prozent haben die neue Arbeitsweise als produktiver angesehen, 43 Prozent sahen sie ohne Veränderung. In ähnlich hohem Maße wurde Home Office bzw. Mobile Office angenommen, von 63 Prozent. Außerdem entwickelten 58 Prozent der Befragten neue Workflows und 44 Prozent sahen die Digitalisierung von Prozessen und Infrastruktur und 41 Prozent die digitale Geschäftsmodelle vorangetrieben.

Nach der Vorstellung des medien.barometer-Ergebnisses durch Jeannine Koch und Helge Jürgens vom media:net Berlinbrandenburg und Medienboard Berlin-Brandenburg diskutierten Leila Hamid, die Vorstandsvorsitzende der X Verleih AG, Madeleine Wolf, Geschäftsführerin von visionYOU und der Managing Director von Yager Timo Ullmann darüber. Sie alle fügten ihre eigenen Erfahrungen der Krisenzeit hinzu. So sagte etwa Wolf zur starken Digitalbewegung: "Wir haben auch schon vor der Pandemie digitale Angebote im Portfolio gehabt und mussten nun komplett umstellen. Zurzeit können wir etwas aufatmen, denn die staatlichen Hilfen sind angekommen." Ullmann kommentierte das Home Office wiederum wie folgt: "Die Vorteile des Home-Office wollen wir auf jeden Fall auch nach der Pandemie weiternutzen. Jedoch kann man die sozialen Kontakte nicht ersetzen. Es ist momentan schwer für neue Mitarbeiterinnen, in ein Team hineinzuwachsen." Hamid sah einen weiteren Aspekt: "Für unsere Mitarbeiterinnen, gerade mit Kindern, ist es auf Dauer auch eine Herausforderung, Familie und Home-Office unter einen Hut zu bekommen."

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BXDXO, a marketing service provider specialising in the games industry, received two awards at the German Brand Award 2025 in Berlin: "Best of Best" and "Gold" in two categories. Marcel Jung, Director Marketing & Communications, Central Europe @ Bethesda / Freyja Melhorn, Director Marketing Communications, BXDXO / Stefan Dettmering, Managing Director, BXDXO © BXDXO

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By Marcel Kleffmann 1 min read