Mehrheit der Activision-Blizzard-Aktionäre stimmt für Übernahme
Bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung haben mehr als 98 Prozent der Activision-Blizzard-Aktionäre der geplanten Übernahme durch Microsoft zugestimmt. Die Akquisition muss noch von der Federal Trade Commission abgesegnet werden.
Bei der außerordentlichen Aktionärsversammlung haben die Anteilseigner von Activision Blizzard der geplanten Übernahme durch Microsoft weitgehend zugestimmt. Mehr als 98 Prozent der stimmberechtigten Anteilseigner stimmten für die vorgeschlagene Transaktion für 95,00 Dollar, knapp 90 Euro, pro Aktie.
"Das heutige überwältigende Votum unserer Aktionäre bestätigt unsere gemeinsame Überzeugung, dass wir zusammen mit Microsoft noch besser positioniert sein werden, um einen großen Mehrwert für unsere Spieler:innen und noch größere Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter:innen zu schaffen und uns weiterhin darauf zu konzentrieren, ein inspirierendes Beispiel für einen einladenden, respektvollen und integrativen Arbeitsplatz zu werden", sagte Bobby Kotick, CEO von Activision Blizzard.
Die Ergebnisse der außerordentlichen Versammlung sollen Anfang nächster Woche bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht werden. Die geplante Transaktion, vorbehaltlich des Abschlusses der behördlichen Prüfung, soll bis zum 30. Juni 2023 abgeschlossen sein wird.
Aktuell wird die Übernahme noch von den Markthütern der Federal Trade Commission (FTC) untersucht. Das Nachrichtenmagazin Bloomberg hebt in dem Kontext hervor, dass die Investoren an der Wall Street aktuell nicht an den Abschluss des Deals glauben würden. Normalerweise nähert sich der Aktienkurs des geplanten Übernahmekandidaten dem Preis des Übernahmeangebotes an, aber die Aktien von Activision Blizzard tendieren knapp 20 Prozent (bei 72,70 Euro) unter dem von Microsoft vorgeschlagenen Preis. In dem Medienbericht wird erwähnt, dass sich die US-Regierung unter Präsident Biden auf die Durchsetzung der Kartellgesetze konzentrieren würde und die Übernahme einer genaueren Prüfung unterziehen könnte.