Metro Group und KarstadtQuelle präsentieren Quartalszahlen
Während die Metro Group mit Media-Saturn deutlich zulegen konnte, ist KarstadtQuelle mit angezogener Handbremse in das Jahr 2004 gestartet. Allerdings musste auch Metro mit Kaufhof Rückgänge hinnehmen.
Die Metro Group erzielte im 1. Quartal 2004 ein Umsatzwachstum von 7,3 Prozent auf 12,87 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis (EBITA) verbesserte sich von 1,6 Mio. Euro auf 35,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die Metro Group sechs Prozent mehr Umsatz. Insbesondere die Vertriebslinie Media-Saturn konnte kräftig zulegen: Ihr Umsatz stieg um 15,3 Prozent auf 2,71 Mrd. Euro, das operative Ergebnis um 45,5 Prozent auf 48 Mio. Euro. In Deutschland erhöhten sich die Umsätze gegen den Branchentrend um 10,4 Prozent.
Kaufhof verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang um vier Prozent auf 859 Mio., der operative Verlust (Ebita) erhöhte sich von vier Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal auf 26 Mio. Euro. Metro-Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Joachim Körber bezeichnete die Entwicklung als "Wermutstropfen" im Ergebnis des Metrokonzerns im 1. Quartal 2004. Nun sollen deutlich Kosten eingespart werden. Ein wesentlicher Punkt seien Einsparungen im Personalbereich, insbesondere in der Verwaltung. Standorte würden dadurch nicht gefährdet.
KarstadtQuelle ist schwach in das Jahr 2004 gestartet. Der Umsatz im 1. Quartal ist laut Konzernchef Wolfgang Urban um 4,4 Prozent gesunken. Nach einem äußerst schwachen Jahresbeginn im Januar und Februar habe KarstadtQuelle im März mit einem Umsatzplus von 4,4 Prozent wieder etwas Boden gutmachen können. Das Konzernergebnis (Ebta) betrug minus 171 Mio. Euro, verglichen mit einem um Sondereffekte bereinigten Vorjahresergebnis in Höhe von minus 148 Mio. Euro. Im stationären Einzelhandel habe sich das Ergebnis trotz anhaltender Kaufzurückhaltung um 27 Mio. Euro verbessert.
Der Konzern ist für das kommende Jahr auf einen ungünstigen Verlauf und ein daraus resultierendes Umsatzminus von rund drei Prozent eingestellt, auch wenn die Prognose bei anziehender Konjunktur laut Urban deutlich besser ausfallen könnte. Im Unterschied zum Konzern konnten die Shoppingportale karstadt.de, quelle.de und neckermann.de im 1. Quartal mit Umsatzzuwächsen von 13,5 Prozent punkten. Der Onlinebestellwert erreichte in diesem Zeitraum 431,4 Mio. Euro (1. Quartal 2003: 380 Mio. Euro). Der Anteil der Onlinenachfrage am Gesamtumsatz des Konzerns betrug nach 10,3 Prozent im 1. Quartal 2003 nun 12,2 Prozent. KarstadtQuelle sieht seine Multi-Channel-Strategie durch diese Besucherzuwächse bestätigt. Für karstadt.de hat sich das 1. Quartal 2004 Konzernangaben zufolge durchweg positiv entwickelt.