Microsoft, SCE und Nintendo senken Preise
Traditionell gilt die E3 als die weltweite Ankündigungsplattform Nummer eins, wenn um es um Strategien oder Pläne für das kommende Herbst- und Weihnachtsgeschäft geht. Doch diesmal gab es die großen Knalleffekte bereits vor Eröffnung der Messe.
Wochenlang dauerte die öffentliche Diskussion, wann Microsoft nach Europa endlich den Preis seiner Xbox auch in den USA senken wird. Als es dann so aussah, als würde Microsoft zur Tat schreiten, reagierte Sony Computer Entertainment prompt. Neben der Preissenkung für die PSone auf 89 Euro in Europa und 49 Dollar in den USA ließ SCE mit einem neuen US-Preis von 199 Dollar für die PS2 eine kleine Bombe platzen. Über eine mögliche Reduzierung des PS2-Preises auch in Europa ist bis dato nichts bekannt.
Preisschlacht voll im Gange
Jedenfalls avancierte SCE einmal mehr zum Vorreiter; die ungeliebte Rolle des Nachzüglers musste Microsoft übernehmen. Das Herbst- und anschließende Weihnachtsgeschäft in den USA wird sich jetzt mehr als spannend gestalten: Sowohl PlayStation 2 als auch Xbox verfügen in der umsatzträchtigsten Zeit des Jahres mit 199 Dollar über den gleichen Preispunkt. Außer Konkurrenz wähnt sich einmal mehr Nintendo. Pünktlich zur Öffnung der Messepforten gab Nintendo eine Preissenkung des GameCube auf 149,95 Dollar bekannt.
Der Kunde hat jetzt die Qual der Wahl. Mit welcher Konsole er letztlich den Gang zur Kasse antreten wird, ist offen. GCN verfügt zwar über den kleinsten Preis, allerdings will Microsoft nichts unversucht lassen, mit Xbox zu überzeugen. Zeitgleich zur Preisreduzierung plant der Redmonder Konzern, seine Marketingaktivitäten erneut zu verstärken und hat dafür ein Millionenbudget in Aussicht gestellt. Aber auch Sony und Nintendo wollen ihre Werbestrategen erneut zum Zug kommen lassen. Hart umkämpft wird dabei aber nicht nur der US- sondern auch der japanische Markt. Auch hier gelten seit kurzem neue Preise.
Die Xbox ist jetzt für 24.800 Yen (rund 214 Euro) zu haben, der GameCube für 19.800 Yen (rund 170 Euro). Nicht außer Acht lassen sollte man in der ganzen Diskussion über die Next-Generation-Konsolen aber die PSone. Laut SCED-Chef Manfred Gerdes konnten durch die Produktionsverlagerung nach China hier Kosten eingespart werden. Laut SCEE wurden in Europa bislang mehr als 35 Mio. Original-PlayStation- bzw. -PSone-Konsolen verkauft. Tot ist dieses System auch mit der starken Konkurrenz im Rücken noch lange nicht, zumal für die E3 neue Titel angekündigt sind.