Mit einer Neupositionierung und neuem Schwerpunkt Internetgeschäft will KarstadtQuelle den Versandhändler Neckermann zum führenden Distanzhändler in Deutschland und Europa ausbauen. Damit einher geht die Umbenennung des Traditionsunternehmens in neckermann.de.

Aus Neckermann wird neckermann.de. In Frankfurt kündigte KarstadtQuelle-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Middelhoff die konsequente Neuausrichtung des Traditionshauses an. Namensänderung und Strategiewechsel sollen zum 1. Januar vollzogen werden. Ab dann spiele der E-Commerce die herausragende Rolle bei Neckermann. Bis 2008, so die Planung, soll neckermann.de zum führenden Distanzhandel in Deutschland und Europa ausgebaut werden. "Das Jahr 2006 wird die Forcierung des Wachstums sein - die Umbenennung in neckermann.de: Wir werden alle Prozesse in diesem Unternehmen auf E-Commerce ausrichten und damit verbunden eine enge Vernetzung von Katalog und Internet suchen", sagte Middelhoff in Frankfurt.

Ein Teilaspekt der ehrgeizigen Planung ist die Öffnung der Plattform für Drittanbieter. Kunden könnten so von einem erheblich größeren Produktangebot und in der Regel günstigeren Preisen profitieren, so Harald Gutschi, Geschäftsführer von neckermann.de. Zudem profitierte das Unternehmen von Provisionszahlungen. Doch nicht nur über das Internet, auch per TV und Handy soll der Absatz angekurbelt werden. Schon jetzt könnten mehr als 100.000 Artikel über interaktives Fernsehen oder Handy bestellt werden. Mit ein Grund, weshalb der Umsatz aus dem E-Commerce in den vergangenen neun Monaten um 31 Prozent stieg, während das Kataloggeschäft an Boden verlor.

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By Marcel Kleffmann 3 min read