Millionenstrafe für Microsoft
Die EU-Wettbewerbskommission hat erneut eine hohe Geldstrafe von 280,5 Mio. Euro gegen das Unternehmen verhängt. Der Konzern hat die EU-Auflagen von 2004 nicht umgesetzt.
Die EU-Wettbewerbskommission hat ihre harte Haltung gegenüber Microsoft beibehalten und erneut eine Strafe, diesmal in Höhe von 280,5 Mio. Euro, gegen die Firma verhängt. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass Microsoft die vor mehr als zwei Jahren verhängten Auflagen nicht umgesetzt habe. Der Konzern wurde damals verpflichtet anderen Softwareherstellern Informationen zu liefern, damit diese ihre Serverprogramme problemlos mit Microsoft Betriebssystemen verbinden können. Rückwirkend zum 15. Dezember letzten Jahres wurde deshalb eine Tagesstrafe von 1,5 Mio. Euro festgesetzt. Sollte Microsoft nicht einlenken, kann diese Strafe ab August auf 3 Mio. Euro täglich angehoben werden.
Das Unternehmen wurde bereits 2004 zu einer Strafe von 500 Mio. Euro verurteilt, da es laut EU-Kommission zu monopolistisch am Markt agierte und so gegen Wettbewerbsregeln verstieß. Microsoft hat gegen die Urteile und Auflagen Einspruch erhoben und klagt nun vor einem europäischen Gericht