Ab März 2020 wird die neugefasste Beschäftigungsverodnung in Kraft treten. Dieses enthältt das neue eSport-Visum für berufsmäßige eSportler aus Drittstaaten. Hans Jagnow ESBD-Präsident und Felix Falk, game-Geschäftsführer melden sich zu Wort.

Ab dem Frühjahr 2020 gelten für berufsmäßige eSportler aus Drittstaaten einfachere Voraussetzungen für einen unbefristeten Aufenthalt in Deutschland. Im November hat die Bundesregierung bereits die Vorlage dafür beschlossen, nun hat auch der Bundesrat für die entsprechenden Änderungen in der Beschäftigungsverordnung gestimmt. Diese neugefasste Beschäftigungsverordnung tritt voraussichtlich im März 2020 in Kraft.

"Der energische Kampf hat sich bezahlt gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass Visa-Probleme bei eSport-Veranstaltungen in Deutschland jetzt der Vergangenheit angehören ", betont ESBD-Präsident Hans Jagnow. "Die deutliche Anerkennung von eSport durch den Gesetzgeber ist ein wichtiges Signal in der Debatte um die Gemeinnützigkeit für die Sportart."

Für das eSport-Visum gelten folgende Voraussetzungen: ein Mindestalter von 16 Jahren, Mindesgehalt und Bestätigung der professionellen Tätigkeit durch den für eSport zuständigen Spitzenverband. Dafür soll laut ESBD ein schlankes Verfahren aufgestellt werden, das im Austausch mit den relevanten Akteuren entwickelt wird.

"Das eSport-Visum stärkt Deutschland als Gastgeber für internationale Veranstaltungen und ermöglicht die gezielte Spieleranwerbung aus Drittstaaten. Ein Visum speziell für eSport ist weltweit einmalig und hat Vorbildcharakter für andere Länder. Die Einreisebedingungen für eSport-Profis sollten in Folge international harmonisiert werden, um einen fairen globalen Wettbewerb zu stärken."

Auch Felix Falk, Geschäftsführer des game - Verband der deutschen Games-Branche meldet sich zu Wort: "Es wird immer deutlicher, welches Potenzial Deutschland als internationaler Top-Standort für eSports-Turniere und -Mannschaften hat. Das zeigen nicht nur die vielen internationalen Veranstaltungen der vergangenen Jahre, sondern auch geplante Mega-Events wie die Global Masters oder das jüngst gezeigte Interesse der bayerischen Landesregierung ein internationales eSports-Turnier nach München zu holen. Die neue Beschäftigungsverordnung stärkt hierbei die Position Deutschlands als internationaler eSports-Standort. Die Aufnahme von eSports in das Visumhandbuch hat kurzzeitige Aufenthalte für eSportlerinnen und eSportler erleichtert, die neue Beschäftigungsverordnung vereinfacht nun auch langfristige Aufenthalte. Damit wurde eine weitere unserer zentralen eSports-Forderungen umgesetzt, für die wir uns mit 'game eSports' eingesetzt haben. Hinsichtlich der Einreise und des Aufenthalts nimmt Deutschland dadurch im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle ein. Für die ganzheitliche Stärkung des eSports fehlt allerdings weiterhin die im Regierungsprogramm versprochene Anerkennung der Gemeinnützigkeit für eSports-Vereine. Während es bei Visafragen um den Spitzensport geht, braucht es die Gemeinnützigkeit für den Breitensport, damit wir in Deutschland auch gesellschaftlich von den vielen positiven Aspekten des eSports profitieren können."

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