Niantic entlässt Mitarbeitende und streicht mehrere Projekte
Bei Niantic wird der Rotstift angesetzt. Laut einem Medienbericht entlässt das auf Mobile- und AR-Spiele spezialisierte Unternehmen ungefähr acht Prozent der Mitarbeitenden und stoppt mehrere Projekte.
Ungefähr 85 bis 90 Mitarbeiter:innen von Niantic werden ihren Job verlieren. Das entspricht etwa acht Prozent der Belegschaft, dies ist einem Bericht bei Bloomberg zu entnehmen. In dem Artikel, der sich auf eine interne E-Mail von CEO John Hanke und ein Statement der Firma bezieht, werden wirtschaftliche Turbulenzen erwähnt, die Rationalisierungsmaßnahmen erfordern würden. Sie wollen sich auf die wichtigsten Prioritäten konzentrieren und die Mitarbeiter:innen beim schwierigen Übergang unterstützen, heißt es weiter.
Zu den eingestellten Projekten gehören ein Transformers-Spiel namens "Heavy Metal" und "Hamlet", das zusammen mit Punchdrunk (britische Theatergruppe) entwickelt werden sollte. Letztes Jahr wurden schon "Harry Potter: Wizards Unite" und "Catan: World Explorers" eingestellt.
Erst kürzlich wurde "NBA All-World" in Partnerschaft mit der National Basketball Association (NBA) und der National Basketball Players Association (NBPA) angekündigt. Das Echtwelt-Mobile-Game versetzt Basketball-Fans in ein Echtwelt-Metaversum.
Trotz vieler Investitionen in den letzten Jahren ist Niantic hauptsächlich auf "Pokémon Go" als Umsatzfaktor angewiesen. Auf iOS-Geräten hat das Taschenmonster-Sammel-Abenteuer im Mai 2022 knapp 24 Millionen Euro Umsatz gemacht, bei einer Million neuer Downloads. Auf Android sieht es ähnlich aus. Sämtliche andere Apps, wie "Pikmin Bloom" und "Ingress Prime", haben auf iOS und Android zusammengezählt nicht einmal eine Million Euro erwirtschaftet. Die Angaben stammen von den Marktforschern von SensorTower.
Marcel Kleffmann