Der Finanzbericht für die erste Hälfte des Fiskaljahres, das am 30. September endete, zeigt eine Umsatzsteigerung von 73,3 Prozent. Der Gewinn des Unternehmens steigt im Vergleich zum Vorjahr um 243,6 Prozent auf 213,1 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 1,7 Milliarden Euro.

Nintendo hat die Zahlen für die ersten beiden Geschäftsquartale veröffentlicht. Und die zeichnen ein sehr positives Bild. Der Gesamtumsatz des Unternehmens ist im Vergleich zu 2019 um 73,3 Prozent angestiegen auf 769,5 Milliarden Yen. Das sind nach aktuellem Wechselkurs 6,3 Milliarden Euro. Mit einer Gewinnsteigerung von 243,6 Prozent hat Nintendo dieses Jahr zudem 213,1 Milliarden Yen, also 1,7 Milliarden Euro, erwirtschaftet, 2019 waren es noch 62 Milliarden Yen bzw. 504 Millionen Euro. Das Wachstum ist sowohl dem Hardware- als auch dem Software-Segment zu verdanken.

Die Switch-Konsolen haben sich in beiden Quartalen besser verkauft als im Vorjahr. In Zahlen bedeutet das eine zusammengerechnete Steigerung fvon 80,9 Prozent, auf insgesamt 12,53 Millionen verkaufte Einheiten. 2019 waren es "nur" 6,93 Millionen. Beide Konsolen verzeichnen dabei auch einzeln Wachstum: 68 Prozent für die Switch und 113,7 Prozent für die Lite. Das starke Wachstum der kleinen Switch-Schwester dürfte auch daher rühren, dass durch den Release im Q2 des Vorjahres, trotz des dadurch bedingten anzunehmenden Schubs, 2020 schlicht mehr Zeit für Verkäufe war.

Software-technisch ist "Animal Crossing: New Horizons" ganz klar das Zugpferd Nintendos im ersten Geschäftshalbjahr 2020 mit 14,27 Millionen verkauften Einheiten. Weiter hinten folgen die Mario-Titel "Super Mario 3D All-Stars" mit 5,21 Millionen und "Mario Kart 8 Deluxe" mit 4,21 Millionen sowie "Ring Fit Adventure" mit 3,11 Millionen.

Der einzig schwächelnde Arm Nintendos sind die Spielkarten, auf deren Geschäft der Erfolg des Unternehmens einst fusste. Die 1 Milliarde Yen bzw. 8,1 Millionen Euro Umsatz des Vorjahres sind hier auf 0,8 Milliarden geschrumpft, also etwa 6,5 Millionen Euro. Die Einkünfte des Mobile- und Royalties-Geschäfts hingegen wachsen konstant um 33,9 Prozent auf 26,7 Milliarden Yen an. Das entspricht 217 Millionen Euro. Bedenkt man den Anteil am Gesamtumsatz scheint das einst eingeläutete Ende der Konsolen durch den Einstieg in den Mobile-Markt noch nicht am Horizont sichtbar, selbst nach Erfolgen wie "Pokémon Go".

Anders sieht es auf dem Download-Markt aus: Der verbuchte ein Wachstum von 139,4 Prozent, auf 171,5 Milliarden Yen, umgerechnet 1,4 Milliarden Euro. Ein Trend, für den auch die rein digitalen Versionen der Next-Gen-Konsolen, PlayStation 5 Digital Edition und Xbox Series S, sprechen.

Der Erfolg Nintendos spannt sich dabei nach wie vor über die gesamte Welt, während Nintendos Heimatland jedoch noch immer ein starker Absatzmarkt ist: Einen Großteil des Gesamtumsatzes stammt mit 40,5 Prozent aus Amerika, Europa und Japan kommen jeweils auf 24,5 und 22,5 Prozent.

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