Mit neuer Heimikonsole und einer geschrumpften Version des Game Boy Advance will Nintendo neue Zielgruppen erschließen.

Nintendos neue Heimkonsole mit dem Codenamen Revolution fällt in erster Linie durch die geringen Ausmaße auf. Gerade noch so groß wie drei übereinander gestapelte DVD-Boxen, soll Revolution den Weg ins Wohnzimmer der Konsumenten finden. Dabei soll das Dreifache der GameCube-Leistung erreicht werden.

Besonders ernst nimmt Nintendo das Thema Abwärtskompatibilität. Revolution wird auch GameCube-Discs neben den auf DVD gepressten Revolution-Games abspielen. Zudem sollen per Download über einen eigenen Onlineservice Spiele zu sämtlichen bislang von Nintendo veröffentlichten Heimkonsolen (Nintendo 64, Super NES und NES) heruntergeladen werden können.

Konkretes zum Jahreswechsel

Nintendo will auch ein Zusatzgerät anbieten, das Revolution zum vollwertigen DVD-Player macht. Neue Käuferschichten will Nintendo mit einem Xbox-Live-artigen Onlinedienst ansprechen. Durch die Wi-Fi-Funktionen soll für mehr Komfort gesorgt sein. Wichtigstes selbst gestecktes Ziel ist es aber, mit Revolution wieder eine größere Zielgruppe anzusprechen.

Als Erscheinungstermin nannte Nintendo 2006. Mit welchen Leistungsdaten Revolution aufwarten wird, ist noch unklar. Nintendo-President Satoru Iwata erklärte dazu, dass es erst Ende 2005 oder Anfang 2006 konkrete Informationen zur neuen Konsole geben wird. Preis, Technik und der gerüchteumwobene Controller sollen dann enthüllt werden.

Game Boy Micro ab Herbst 2005

Nach der Pressekonferenz vor der E3 waren im Internet Gerüchte aufgetaucht, dass Nintendo den Controller doch noch auf der E3 zeigen werde. Man wolle aber verhindern, dass die Konkurrenz Ideen übernimmt, so Nintendo of America auf der E3. Iwata bekräftigte indes, dass Nintendo mit Revolution auch jene Kunden erreichen will, die sich bisher nicht für Games interessierten. Um neue Zielgruppen zu erschließen, müssten Videospiele wieder "intuitiver" werden.

Für den Spielspaß unterwegs präsentierte das Unternehmen den Game Boy Micro als nächste Evolutionsstufe der Handheldfamilie. Auf gut zehn Zentimeter Breite geschrumpft, soll der Game Boy Micro in jede Hosentasche passen. Die Bildschirmdiagonale verkleinerte sich dadurch auf gut fünf Zentimeter. Für optimale Sichtverhältnisse sorgt eine Hintergrundbeleuchtung, ähnlich der des Game Boy Advance SP. Durch das austauschbare Gehäuse wird jeder Kunde seinen Game Boy Micro individualisieren können. Geplanter Erscheinungstermin ist Herbst 2005.

Auch DS wird Wi-Fi-fähig

Auch für Nintendo DS präsentierte man ein starkes Line-up, allen voran "Nintendogs", das in Japan in den letzten Monaten zum Systemseller avancierte und in Deutschland im 3. Quartal 2005 erscheinen soll.

DS wird Ende 2005 auch Wi-Fi-fähig. Ein entsprechender Service soll noch in diesem Jahr starten. Auf eine Gebühr will Nintendo verzichten. DS-Besitzer können dann überall, wo ein Wi-Fi-Zugang vorhanden ist, miteinander spielen. Für den GameCube zeigte Nintendo neue Bilder und Videos zu "Zelda".

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