Die neueste Ausgabe der Eurobarometer-Umfrage bescheinigt dem Norden Europas eine höhere Affinität zu modernen Medien. Demnach wächst die Zahl der Internetnutzer in Skandinavien, Großbritannien und den Beneluxstaaten besonders schnell. Im Schnitt verfügen nur 14 Prozent aller EU-Bürger über einen Internetzugang. Damit rangiert das Internet noch deutlich hinter den "alten" Medien Videorekorder (74 Prozent), PC (35) und Telefax (18). Bei der Verbreitung des Internets führt der Norden Europas: Während in Schweden bereits 55 Prozent der Befragten online sind, verfügen in Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Luxemburg und Großbritannien jeweils zwischen 20 und 30 Prozent über einen Internetzugang. Im Mittelfeld rangieren Italien, Irland, Österreich und Belgien (über zehn Prozent). Das Schlußlicht bilden Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland, wo lediglich fünf Prozent das Internet nutzen. Das Nord-Süd-Gefälle scheint sich sogar noch zu verstärken: Zwischen Frühjahr '98 und '99 stieg die Zahl der Europäer, die über einen Internetzugang verfügen, am deutlichsten in Schweden und den Niederlanden, während er in Spanien und Portugal unverändert blieb.

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