Opfer von Zergs und Protoss
Beim Spielen die Zeit vergessen ist normal, zwei Tage am Stück durchspielen nicht. Ein Koreaner bezahlte dafür jetzt mit dem Leben.
Seit unvorstellbaren sieben Jahren steht das Spiel hier auf Platz 1 der Verkaufscharts, Fernsehsender berichten täglich über Wettkämpfe und Berufsspieler bestreiten ihren Lebensunterhalt als "StarCraft"-Profis. Kurz: Die zeitlose Perle unter den Echtzeit-Strategiespielen ist fester Bestandteil der Freizeitkultur des Landes geworden.
Allerdings hat die Begeisterung für das Spiel seinen Preis: Den höchsten zahlte Berichten koreanischer Zeitungen zufolge jetzt ein 28-jähriger Starcraft-Fan in einem 24h-Internetcafé in Daegu. Nachdem der fanatische Spieler über zwei Tage durchgehend seiner Obsession gefrönt hatte, brach er vor dem Monitor zusammen und starb - wie Ärzte vermuten letztlich an einem Herzinfarkt.
Für seine Computerspielsucht hatte der Mann auch allerdings auch schon vorher büßen müssen: Damals hatte sie ihn seinen letzten Job gekostet, weil er zu lange gegen Zergs und zu wenig mit seinen eigentlichen Aufgaben gerungen hatte.