Was, wenn es die Invasion in der Normandie nie gegeben hätte? Bei der Präsentation "Turning Point: Fall of Liberty" blicken wir zurück in die Zukunft.

Das Jahr 1952. Ein normaler Tag in New York. Postboten verteilen Briefe, Pärchen spazieren durch den Central Park. Plötzlich verdeckt ein Schatten die Sonne. Hunderte deutscher Bomber gehen zum Sturzflug über und verteilen ihre tödliche Last. Wolkenkratzer gehen in Flammen auf, Menschen laufen panisch durch die Straßen, die Freiheitsstatue zerbirst. In der virtuellen Haut eines Bauarbeiters, retten wir uns von einem Gerüst - der Kampf ums Überleben beginnt.

"Anders als in Titeln wie 'Call Of Duty' werdet ihr ständig zu wenig Munition haben, es gibt keine starke Armee im Rücken, und wir müssen uns mit primitiven Mitteln gegen einen weit überlegenen Gegner zur Wehr setzen", erklärt Craig Allen, Vice President von Entwickler Spark Unlimited.

Hauptsache überleben

Das spüren wir die ganze Zeit: Ständig sind wir auf der Flucht vor NS-Truppen. Von Zeit zu Zeit begegnen wir versprengten Einheiten von Polizei und Militär. Stellenweise kämpfen wir an deren Seite: Ein Polizeichef gibt uns Befehle, wird dann von einer Kugel getroffen. Es herrschen Krieg und Chaos.

Fast schon in Sam-Fisher-Manier, versuchen wir nicht aufzufallen, klettern auf Vorsprünge, um uns an feindlichen Patrouillen vorbeizuhangeln. Alternativ können wir einzelne Gegner auch in den Nahkampf verwickeln und z.B. einen deutschen Offizier via Tischbein ins Land der Träume schicken.

Am Ende der Präsentation flackert noch ein Teasertrailer über den Bildschirm: das Weiße Haus, umhüllt von NS-Bannern. Doch bald regt sich Widerstand, der dem Regime ein Ende bereiten will. Ob dieser eine Chance hat, sollen wir noch dieses Jahr auf PC, PS 3 und Xbox 360 erfahren.

David Brickley, Senior Producer Codemasters

» Was hat euch zu Turning Point inspiriert?

Unser Team war vorher für "Call of Duty" oder "Medal of Honor" zuständig. Die Spiele waren in der Regel sehr authentisch, aber das wird auf Dauer langweilig. Wir wollten etwas komplett Neues machen und haben daher unterschiedliche Szenarien mit historischem Hintergrund durchgesponnen.

Irgendwann kam dann Churchill ins Gespräch. Was, wenn der Premierminister bei einem Autounfall 1931 gestorben wäre? England hätte seinen Leader verloren und ein Jahr darauf kapituliert. Den Angriff auf Pearl Harbor hat es nie gegeben. Das ist der Ausgangspunkt für eine gewaltige Invasion des NS-Regimes, das Europa überrennt und eines Tages New York überfällt.

» Während der ersten Minuten sind wir einfach nur geflohen, anstatt uns gegen den Feind zur Wehr zu setzen. Was wird unsere Aufgabe im Laufe des Spiels sein?

Danny Carson ist ein einfacher Maurer, ohne militärische Ausbildung und unbewaffnet. Im Grunde wird er nur vom Instinkt zum Überleben angetrieben. Es wäre purer Selbstmord, sich gegen diese Übermacht zu stellen.

Das US-Militär wurde durch das Überraschungsmoment tödlich getroffen, und so versuchst du einfach nur, lebend aus New York zu entkommen. Später wird sich der Spieler dem Widerstand anschließen und mit Sabotageakten das Naziregime schwächen.

» Wir werden also nicht als Patriot und schwer bewaffnet gegen die Nazis in den Krieg ziehen?

Genau das ist die Idee. Du wirst ständig zu wenig Munition haben, nirgendwo sicher sein. Du allein entscheidest, was du aus der Situation machst. Willst du einzelne Gegner ausschalten, um an deren Waffen zu kommen, oder Schutz in der Dunkelheit suchen? Danny ist kein Held, aber du kannst ihn zu einem machen.

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By Stephan Steininger 2 min read