Piraterie: Bush-Regierung will Druck auf China verstärken
Die Bush-Regierung zeigt sich unzufrieden mit den Maßnahmen, die in China gegen Piraterie ergriffen werden. Handelssekretär Donald Evans, der am heutigen Montag zu einem Besuch nach Peking aufgebrochen ist, wird das Piraterieproblem erneut ansprechen.
Die Bush-Regierung zeigt sich unzufrieden mit den Maßnahmen, die in China gegen Piraterie ergriffen werden. Handelssekretär Donald Evans, der am heutigen Montag zu einem Besuch nach Peking aufgebrochen ist, wird das Piraterieproblem erneut ansprechen. Bereits bei einem Besuch einer chinesischen Handelsdelegation in Washington im vergangenen Mai hatte das Thema auf der Agenda gestanden. Damals sicherte China zu, seine Bemühungen im Kampf gegen die Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen zu verstärken. Laut Donald Evans sei aber bislang in dieser Hinsicht zu wenig passiert. "Wir erwarten hartes Durchgreifen und Haftstrafen gegen Raubkopierer, und wir haben nicht genügend Anhaltspunkte, dass das bis dato in die Tat umgesetzt wurde", sagte Evans der Agentur Associated Press. Er werde dieses Problem bei einem Treffen mit höheren chinesischen Regierungsvertretern diskutieren, darüber hinaus werde er am Dienstag eine Rede auf einer Konferenz für geistiges Eigentum in Peking halten. Die amerikanische Regierung werde seine Linie beibehalten und vor dem Hintergrund der Verhandlungen der Welthandelsorganisation mit China weiter Druck auf die Handelskommission ausüben. China sei hinter Russland der größte Distributor von Raubkopien. Nach Schätzungen der Motion Pictures Association of America hat die Filmindustrie allein im vergangenen Jahr einen Schaden durch Piraterie in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar erlitten.