Playcom Software Vertriebs GmbH im Portrait
Die Playcom Software Vertriebs GmbH hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1992 hinsichtlich Umsatz und Kundenzahl geradezu stürmisch entwickelt. Das Unternehmen ist heute als Firma mit systemübergreifender Großhändlerfunktion eine Anlaufstelle für Kleinhändler und ein servicestarker Ansprechpartner für Endkunden.
Am 9. Juli 1992 wurde in München die Playcom Softwarevertriebs GmbH gegründet. Da die Räumlichkeiten in der bayerischen Hauptstadt trotz mehrerer Umzüge immer wieder zu klein geworden waren, entschloss sich die Geschäftsführung des Unternehmens zur Übersiedlung an einen anderen Standort. Im September 1998 erfolgte der Transfer des Lagers und der Retourenstelle nach Erfurt. Beide Unternehmensbereiche haben dort auf rund 1100 Quadratmetern Fläche endlich ausreichend Platz gefunden. Im Januar '99 schließlich folgten Buchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Marketing und Verwaltung nach, die zusammen circa 700 Quadratmeter Fläche beanspruchen. Dem Umzug ging eine genaue Standortanalyse voraus. "Nicht nur die niedrigeren Standortkosten, sondern auch die zentrale Lage von Erfurt haben unsere Entscheidung beeinflusst", sagt Wolfgang Myrth, einer der beiden GF von Playcom. "Von hier aus können innerhalb von 24 Stunden alle Städte in Deutschland beliefert werden." Das Playcom-Team setzt sich aus insgesamt 26 Leuten zusammen.
Neben den beiden Geschäftsführern und einer Assistenz der Geschäftsführung beschäftigt Playcom einen Mitarbeiter im Bereich Marketing, drei im Einkauf, acht in Verkauf und Vertrieb, zwei in der Buchhaltung, acht im Lager und einen in der Retouren- und Servicestelle. Das Unternehmen hat sich sehr rasch entwickelt. Innerhalb von drei Jahren gelang es Playcom, den Umsatz fast zu verdoppeln. Lag der Umsatz 1996 noch bei 16 Millionen Mark, wuchs er 1997 bereits auf 22 Millionen, 1998 auf 26 Millionen und im letzten Jahr schließlich auf 30 Millionen Mark. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Myrth einen Umsatz von 34 Millionen Mark an. Playcom ist sowohl im Großhandels- als auch im Endkundengeschäft tätig. 1999 entfielen auf das Endkundengeschäft 19 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Kartei des Versandhandels listet 130.000 Kunden, die mit Anzeigen in den entsprechenden Fachzeitschriften geworben werden. Zudem veröffentlicht das Unternehmen ein eigenes Endkundenmagazin sowie einen Katalog für die Handelskunden. Über diese wird mit 81 Prozent der Löwenanteil des Playcom-Umsatzes realisiert. Derzeit nutzen mehr als 3000 Händler den Service von Playcom.
Die Händler werden zusätzlich - je nach Bedarf - drei- bis fünfmal in der Woche per Rundfax ständig auf dem Laufenden gehalten. Die Großhandelssparte beliefert in erster Linie kleine Fachhändler, für die es zu aufwendig wäre, ihre Waren bei 20 oder 30 verschiedenen Anbietern zu bestellen. "Wir verfügen über mehr als 100 Lieferanten und können so unseren Kunden das gesamte Entertainmentsortiment anbieten", sagt Myrth. Dazu zählen unter anderem PC-CD-ROM, Sega, Nintendo und Sony PlayStation, wobei letzteres 40 Prozent des Umsatzes erbringt. An zweiter Stelle rangiert das Sortiment PC-CD-ROM mit einem Umsatzanteil von 20 Prozent, gefolgt von Nintendo mit 15 Prozent und Sega mit zehn Prozent. Auf Game Boy entfallen rund sieben Prozent, die restlichen acht Prozent teilen sich DVD-Videos, Merchandising, Lösungshefte und diverse andere Artikel. Vor allem dem DVD-Video-Sortiment prognostiziert Myrth wachsende Bedeutung: "Wir haben ein breites Programm im Angebot, insgesamt rund 1300 Filme, von denen 900 sofort lieferbar sind", so der Geschäftsführer. Die Relevanz des Unternehmens für die Anbieter von Entertainmentsoftware zeigt sich auch daran, dass sich in den vergangenen Jahren unter anderem Sony, Sega, Electronic Arts, Eidos und Konami für Playcom als Stützpunktgroßhändler entschieden haben. Rund 1000 Anrufe pro Tag wickelt die Telefonzentrale über die fünf Endkunden- sowie fünf Händlerleitungen ab. Playcom erweitert seinen Kundenstamm täglich im Schnitt um 90 neue Adressen, Monat für Monat verlassen etwa 6500 Pakete das Lager.
Ein wichtiger Grund für den Erfolg von Playcom ist der Einsatz modernster Technologien in der Erfurter Unternehmenszentrale. Der Aufbau einer reibungslos funktionierenden elektronischen Datenverarbeitung ist für Playcom die Voraussetzung für die Straffung der Arbeitsabläufe, die durch weitere technische und elektronische Hilfsmittel ständig verbessert werden. Alle Mitarbeiter von Playcom sind an ein Novell-Netzwerk angeschlossen, sodass eine schnelle Reaktion auf sämtliche Kundenwünsche reibungslos gewährleistet ist. Das Verwaltungsprogramm wurde eigens für das Unternehmen entwickelt und umfasst insbesondere Bereiche wie Bestellannahme, Rechnungswesen, Mahnwesen, Lagerverwaltung und scannerunterstützte Ausgangskontrolle der Waren. Darüber hinaus sind die Auswertung der Werbemaßnahmen und weiterer unterstützender Maßnahmen möglich.
Auch für die Zukunft hat sich die Playcom GmbH viel vorgenommen. "Wir wollen vor allem den Service ausbauen und uns somit noch mehr von Wettbewerbern abgrenzen", definiert Geschäftsführer Myrth das Ziel seines Unternehmens. Des Weiteren wolle man das Sortiment noch weiter ausbauen und dabei besonders die DVD im Auge behalten, auch in Hinblick auf die Fähigkeit künftiger Spielekonsolen, DVD-Filme abspielen zu können.