Der Umsatz von Playlogic ist im vergangenen Geschäftsjahr um 176 Prozent angestiegen. Einfluss auf die Ertragssituation hatte das bessere Abschneiden aber nicht. Nach wie vor schreibt der holländische Publisher tiefrote Zahlen.

Der niederländische Publisher Playlogic hat das zum 31. Dezember beendete Geschäftsjahr 2006 bilanziert. Demnach stieg der Jahresumsatz um 176 Prozent auf fünf Mio. US-Dollar an. Das gute Abschneiden wird vor allem neuen Vertriebsvereinbarungen zugeschrieben. Von Atari weltweit vertrieben, zählte so "Age Of Pirates: Caribbean Tales" zu den erfolgreichsten Playlogic-Titel des Jahres.

Auf die Ertragssituation von Playlogic hatten die steigenden Umsätze aber keine nachhaltige Wirkung. Wie im Vorjahr schrieb das Unternehmen mit einem operativen Verlust von 10,3 Mio. Dollar tiefrote Zahlen. Deutlich höher als im Vorjahr fiel gar der Nettoverlust aus, der nach 9,7 Mio. Dollar aus dem Geschäftsjahr 2005 nun 12,5 Mio. Dollar beträgt.

In den kommenden Monaten will der Vorstand mit verschiedenen Maßnahmen das Ruder herumreißen. Vorgesehen ist so u.a. eine Kapitalerhöhung sowie die Aktivierung verschiedener Kreditlinien, wodurch alles in allem zehn Mio. US-Dollar in die Firmenkassen gespült werden sollen. Das Kapital will Playlogic nutzen, um die Umlauf- und Eigenkapitalquote des Unternehmens zu verbessern. Hoffnung macht zudem ein neues Abkommen mit Nintendo. Das hauseigene Studio Playlogic Game Factory verfügt jetzt nicht nur über eine Produktionslizenz für Sonys PlayStation 3, sondern kann darüber hinaus auch Spiele für Wii entwickeln.

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By Marcel Kleffmann • 2 min read