Preisverriss trübt deutschen "Warcraft"-Launch
Der Start von "Warcraft III" entsprach mit rund 100.000 verkauften Units innerhalb von zwei Tagen vollauf den Erwartungen von Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland. Einziger Wermutstropfen ist der von vielen Independents beklagte Preisverriss der Flächenmärkte. Auch VUIPD stellt diese Preispolitik in Frage.
Über vier Mio. Units von "WarCraft III" wurden am Erstverkaufstag global in den Handel gestellt. Laut VUIPD sei der Release damit der "weltweit größte Medialaunch aller Zeiten" gewesen. Die Erstverkaufsmenge würde einem Handelswert von über 150 Mio. Dollar entsprechen.
Im deutschsprachigen Raum wurden laut Thomas Mouhlen, Sales Director VUIPD, 350.000 Spiele an den Handel geliefert. Bereits an den ersten beiden Verkaufstagen wurden dabei knapp 100.000 Spiele abgesetzt. Nach acht Tagen hätten sich geschätzt mehr als 150.000 Spiele verkauft. Die Erfolgsgeschichte trübt aber ein kleiner Wermutstropfen. So manche Handelskette verkaufte den Titel ab Start weit unter dem empfohlenen VK und trieb somit einmal mehr Zornesröte in die Gesichter der Fachhändler.
"Ich bezweifle, ob bei diesem Megaseller, mit einer so großen Erwartungshaltung in der Zielgruppe, ein aggressiver Verkaufspreis auch einen schnelleren Abverkauf erzielt", so Mouhlen. "Außerdem schmerzt es zu sehen, wenn unsere Kunden auf Marge verzichten und der avisierte empfohlene VK nicht gehalten wird. Gerade unsere 'kleineren" Kunden leiden ob dieser Vorgehensweise - und damit auch wir."
Insgesamt sei man bei VUIPD aber zufrieden, wenngleich man jetzt den Ehrgeiz habe, "noch in diesem Jahr mindestens Doppel-Platin zu erreichen". Den Starterfolg will Mouhlen damit aber nicht getrübt sehen: "Wir sind glücklich, unseren Handelspartnern einmal mehr demonstriert zu haben, in der Ferienzeit sehr wohl einen Megalaunch erfolgreich realisieren zu können."