Raubkopie-Razzia fordert Verletzte
Bei Razzien auf Asia-Märkten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet erlitten zwei Mitarbeiter der GVU leichte Verletzungen, als sich Anbieter von Raubkopien gewaltsam gegen deren Beschlagnahme zur Wehr setzten.
Zwei Mitarbeiter der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) erlitten diverse Prellungen und Hautabschürfungen bei Razzien im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Gemeinsam mit Kollegen der tschechischen Partnerorganisation CPU waren sie gegen Anbieter von Raubkopien auf so genannten Asia-Märkten vorgegangen.
Beim Versuch der tschechischen Ermittler, illegale Ware zu beschlagnahmen, war es zu schweren Handgreiflichkeiten mit den mutmaßlichen Straftätern gekommen. So wurden die Beamten unter anderem mit Fußtritten und gezielten Handkantenschlägen attackiert. Auch die GVU-Vertreter gerieten in das Handgemenge und wurden dabei verletzt.
Trotz dieses unangenehmen Vorkommnisses wurden im Rahmen der zweitägigen Aktion über 50.000 Raubkopien auf verschiedenen Märkten konfisziert. Zudem konnte nach Angaben der GVU der Standort eines Lagers ausfindig gemacht werden, wo den Fahndern noch einmal dieselbe Menge an "heißer Ware" ins Netz ging. Neben Raubkopien aktueller Filme stießen die Beamten auch auf ein breites Sortiment illegal vervielfältigter Spiele für PCs und Konsolen.
"Die Vorkommnisse der letzten Wochen haben uns in unserer Annahme bestätigt, dass wir es bei den Anbietern auf einigen Grenzmärkten mit Strukturen organisierter Kriminalität zu tun haben, die auch vor der Anwendung körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken, wenn sie die Früchte ihres illegalen Treibens durch den Zugriff staatlicher Stellen gefährdet sehen", kommentiert Joachim Tielke, Geschäftsführer der GVU, die Ereignisse.