Am 30. Oktober feiert die Reboot Red in Kanada Premiere. Tobias Kopka, der für die internationalen Speaker-Beziehungen zuständig ist, spricht über die Ziele der Konferenz.

In nur wenigen Tagen öffnet die Reboot Develop Red in Banff, Kanada erstmals ihre Tore. Die dreitägige Konferenz verfolgt ein ähnliches Konzept wie ihr Schwesterevent, die Reboot Develop Blue in Dubrovnik, Kroatien, die sich in den letzten Jahren als eine Perle der europäischen Gaming-Konferenzen etabliert hat. "Kern ist natürlich immer, sich in einer absolut wunderbaren Location in einem Umfeld zu treffen, wo man nicht alltäglich hinkommt", stellt Tobias Kopka klar. Die Reboot Red lockt zwar mit einer deutlich anderen Location, als das sonnengeküsste Dubrovnik, verspricht aber trotzdem einen interessanten Aufenthalt mit Urlaubs-feeling. In den Rocky Mountains von Kanada mitten in einem Nationalpark. Bei einer Höhenlage von etwa 1400 Metern bleibt das Wetterverhalten natürlich ebenfalls spannend. Schnee ist hier auch im Sommer nicht selten gesehen. Da bleibt den Besuchern fast nichts anderes übrig, als sich in dem Veranstaltungsort Fairmont Banff Springs näher zu kommen. Nicht umsonst nennt sich die Reboot "Boutique-Konferenz". Man soll hier, so Kopka, an einem besonderen Ort mit besonderen Leuten zusammenkommen und über das reden, was einen beschäftigt: Games, Games-Produktion und die Liebe zu unserer Branche."

Zwei Flaggschiff-Events

Die Organisatoren der Reboot Develop Red wollen sich auch nicht langsam an die Ausmaße der Reboot Blue annähern, sondern warten bei dem Debüt direkt groß auf. Bereits 102 Speaker sind für das Event angekündigt. "Klar ist das auch ein Risiko", räumt Kopka ein. "Aber es geht nicht um dieses oder um nächstes Jahr. Wir wollen das Ganze tatsächlich in den nächsten fünf bis zehn Jahre auf- und ausbauen." Der Ruf, der der Reboot Blue bereits weltweit vorauseilt, ist da natürlich von Vorteil. Aber Kopka stellt klar: "Man soll nicht sagen, dass eines die Hauptedition ist und die Reboot Red eine andere Variante. Die Events sind beide auf lange Sicht auf Augenhöhe angesiedelt." Das Ziel bei der Speaker-Aufstellung ist dabei dasselbe. "Grundsätzlich ist uns die Mischung aus erfahrenen Sprechern, Triple-A-Speakern sowie etablierten Indies weiterhin wichtig", meint Kopka. Natürlich öffnen sich mit dem neuen Veranstaltungsort in Übersee aber natürlich die Türen zu neuen Entwicklern und Branchenmitgliedern. Schließlich ist ein kurzer Flug aus einem der Development-Zentren Nordamerikas - also Montreal, San Francisco, Vancouver, Seattle oder Los Angeles - natürlich deutlich ansprechender als ein neun bis 12-stündiger Flug nach Europa.

Partnerbeziehungen

Kopka ist bereits seit einem Jahr fest im Rebtot-Team und fokussierte sich in dieser Zeit vor allem darauf, die Kanada-Beziehung aufzubauen und zu pflegen. Zuvor war er maßgeblich für den Aufbau der respawn verantwortlich, sowie für die Beziehungen zu internationalen Speakern bei der devcom und der Quo Vadis. Aktuell teilt er seine Zeit zwischen Festivalleitung bei der Ludicious und seiner Position bei der Reboot, wovon beide Veranstaltungen profitieren. Was ihn besonders an der Reboot angezogen, war der Umgang mit Partnern und Speakern "Beziehungspflege im Rahmen der Reboot ist immer langfristig angedacht", erklärt der Head of Developer Relations. "Die Partner und Sponsoren sind über die Jahre immer bei uns geblieben. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann eben nächstes Jahr. Aber wir regeln das immer so, dass es für beide Seiten klappt. Das ist uns sehr wichtig und das honorieren die Leute auch. [...] Für uns ist es wichtig, die Brücken zwischen Kanada und Europa zuschlagen, mit dem Blick auf Nordamerika als starken Entwicklungsort und das nach und nach auszubauen." Deshalb soll man nun nicht glauben, dass es in Zukunft noch weitere Reboots in den Kanaren oder Barbados oder sonst irgendwo gibt. Die Veranstalter konzentrieren sich darauf ihre zwei großen Termine in Dubrovnik und Banff bestmöglich und attraktiv für ein globales Publikum zu gestalten.

Wachstumspotenzial

Einen Vorteil, die die Reboot Develop Red jedoch gegenüber der Reboot Develop Blue hat ist das Wachstumspotenzial. "Wir haben eine gewisse Menge im Kopf, die richtig ist, damit sich das Event noch persönlich anfühlt aber trotzdem finanziell funktioniert", erklärt Kopka. "Da werden bei der Blue jetzt nicht noch weitere 1000 Leute dazu kommen". Dieses Jahr zählte der Event knapp 2000 Besucher. Bei der Red sieht das etwas anders aus. Im ersten Jahr rechnen die Veranstalter mit erstmal knapp 1000 Teilnehmern, was für eine Premiere bereits beachtlich ist. An dem aktuellen Veranstaltungsort, dem Fairmont Banff Springs könnte die Besucherzahl aber auf 3500 erhöht werden.

Ein persönliches Highlight im geplanten Speaker-Programm will Kopka nicht nennen. Das sei so als würde man fragen, welches das eigene Lieblingskind ist, meint der Head of Developer Relations mit einem Lachen. Das Spektrum ist aber auf jeden Fall breit gefächert. Über 100 Talks und Panels sind über sechs Tracks geplant. Von preisgekrönten Komponisten wie Austin Wintory ("Assassin's Creed Syndicate", "Journey") über Branchenveteranen wie Mike Wilson von Devolver Digital bis hin zu Game Designern wie Suda51 von Grasshopper, wird sicher für jeden Besucher etwas zu finden sein. Hervorzuheben ist allerdings der Tech-Track, den die Reboot Red in Zusammenarbeit mit der Khronos Group organisiert. "Es ist immer eine der größten Herausforderungen, einen guten Tech-Track zu machen", meint Kopka. Techniker und Coder sind nämlich oft daran gewöhnt, sich selbst im Netz weiterzubilden. Deshalb hat sich die Reboot Red als Ziel genommen, einen starken Tech-Track auf die Beine zu stellen. Dazu kommen Speaker von Nvidia, Saber Interactive und AMD sowie von Samsung. Auch AR/VR wird durch die Teilnahme von Oculus nicht zu kurz kommen.

Das vollständige Programm der Reboot Develop Red findet sich auf der offiziellen Webseite.

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