Wenn Anfang September endlich "Dungeon Siege II" die heimischen Festplatten besiedelt, könnte das RP-Genre einen neuen Thronfolger bekommen.

Nachdem tapfere Helden im ersten Teil den Frieden in der Welt Aranna wiederherstellen konnten, ist mittlerweile ein grausamer Bürgerkrieg ausgebrochen, Tod und Zerstörung wüten überall. Nur der übermächtige Valdis hat die Gunst der Stunde erkannt und strebt mit tiefster Boshaftigkeit nach der Herrschaft über alle Geschöpfe Arannas.

Zu Spielbeginn noch im Auftrag von Oberschurke Valdis unterwegs, erkennt der Spieler in der Rolle eines mit allen Wassern gewaschenen Söldners schnell, dass er sich bis dato der falschen Sache verschrieben hat. Mutig unterstützt er fortan die bedrohten Waldmenschen, genannt Dryad.

Alte Story neu verpackt

Wie der Abriss der Geschichte es bereits andeutet, hat sich das Entwicklerteam um Stardesigner Chris Taylor der größten Kritikpunkte des Vorgängers konsequent angenommen. Die Story motiviert nun dank unvorhergesehener Wendungen, vieler Zwischensequenzen, neuen Dialogsystems und häufig eingesetzter Sprachausgabe viel stärker als der 08/15-Plot des Vorgängers.

Auch das ehemalige Sorgenkind Charakterentwicklung wurde sinnvoll verarztet. Ein durchdachter Fähigkeitenbaum verleiht dem Spiel jetzt wesentlich mehr Tiefe. Außerdem neu: eine Vielzahl treuer Kreaturen, die dem Spieler bis in den Tod zur Seite stehen, weiterentwickelt werden können und ohne zu meckern Lasten umherschleppen.

Selbst ist der Krieger

Von Fans bemängelte Features wurden gnadenlos entrümpelt, etwa die Selbstverteidigungsfunktion der Helden - nicht die CPU, sondern der Spieler selbst soll wieder die Verantwortung für sein Abenteurergespann übernehmen. Außerdem wurde die Gruppenstärke entschlackt: Statt acht wuseln nunmehr nur noch sechs Partymitglieder über die Mattscheibe.

Sitzt man trotz Verstärkung doch mal in der Patsche, empfiehlt sich der Einsatz der brandneuen Heldenkräfte - besonders effektive Attacken, die jedoch nur in bestimmten Abständen zur Verfügung stehen.

Mach doch mal Pause

Zu den Relikten der Vergangenheit zählen ferner die zahlreichen Gruppenformationen. In "Dungeon Siege II" greifen alle Gruppenmitglieder entweder ein und dasselbe Ziel an (Mirror Mode) oder beharken von selbst Feinde in Sichtweite (Rampage Mode).

Benutzer-Interface und Bedienung präsentieren sich abermals übersichtlich und komfortabel und wurden nur im Detail verbessert. Wird's hektisch, pausiert man wie vom Vorgänger gewohnt das Spielgeschehen und analysiert die Situation.

Gegen das Vergessen

Wieder mit dabei: das vor allem für Einsteiger sehr hilfreiche Journal. Vom zuletzt entdeckten Monstertyp über die Funktionsweise von mysteriösen Beschwörungstempeln bis hin zum aktuellen Quest-Status wird hier alles haargenau erklärt und protokolliert.

Ebenfalls nicht untätig war die Technikabteilung. Die Grafikengine wurde an allen Fronten überarbeitet, was sich vor allem bei den Magieeffekten und Animationen bemerkbar macht. Im Bereich Mehrspielermodi setzt Gas Powered Games primär auf kooperative On- und Offlinespiele.

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Felix Falk, Managing Director game - The German Games Industry Association | Picture: Dirk Mathesius

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By Stephan Steininger 2 min read
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