Die Gamesverkäufe in Europa sind im Jahr 2023 um 1,7 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 182 Millionen Units abgesetzt. Auch die Konsolenverkäufe stiegen deutlich, dank besserer Verfügbarkeit der PlayStation 5.

In Europa sind 2023 insgesamt 182 Millionen PC- und Konsolenspiele verkauft worden, ein Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Angaben stammen von Games Sales Data (GSD), einer Plattform von Video Games Europe (VGE), die auf GamesIndustry.biz veröffentlicht wurden. Entfasst wurden Verkäufe von Vollversionen von Games auf Datenträgern und als Download für PCs und Konsolen, wobei die meisten Publisher ihre Daten bereitstellen, aber nicht alle.

Der größte europäische Markt ist nach wie vor das Vereinigte Königreich, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien. Meistverkauftes Spiel war "EA Sports FC 24", und zwar mit deutlichem Abstand. Es wurden aber neun Prozent weniger im Vergleich zu "FIFA 23" im jeweiligen Kalenderjahr abgesetzt, was einerseits auf das Rebranding und andererseits darauf zurückgeführt wird, dass "FIFA 23" von der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar profitierte. Über dem Vor-Pandemie-Niveau ist "EA Sports FC 24" jedenfalls. "Hogwarts Legacy" liegt auf Platz 2. Seit Beginn der Erhebung der Charts im Jahr 2017 hat kein Titel abseits der EA-Fußballgames so viele Einheiten in einem Kalenderjahr wie das Fantasy-Action-Rollenspiel im Harry-Potter-Universum verkauft. Auf der dritten Position thront "FIFA 23". Es ist damit vor "Call of Duty". Für "Modern Warfare III" reichte es nicht in die Top-Drei. Die Verkaufszahlen liegen knapp ein Drittel unter denen von "Modern Warfare II", das aber etwas früher erschien. Das Rollenspiel-Schwergewicht "Baldur's Gate 3" und "Alan Wake 2" fehlen in den Charts ebenfalls, da beide Titel nur digital vertrieben wurden und weder Larian noch Epic Games die Verkaufsdaten an GSD melden, sonst wäre "Baldur's Gate 3" wohl sehr weit vorne gelandet.

Die Switch-Exklusivtitel "The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom" und "Super Mario Bros. Wonder" sind auf den Plätzen 7 und 9, aber diese Angaben fußen nur auf den physischen Verkäufen, weil Nintendo keine digitalen Daten an GSD weitergibt. Werden nur die physischen Charts betrachtet, landet Zelda auf Platz 3 und Mario auf Platz 4. Rockstar machte mit "GTA V" nur ein Prozent weniger Umsatz als 2022, bei "Red Dead Redemption 2" ging der Umsatz sogar um 19 Prozent nach oben. Nicht in die Top 20 schafften es: "Final Fantasy XVI" (#32), "Dead Island 2" (#35), "Starfield" (#37), "Avatar: Frontiers of Pandora" (#48) und "Street Fighter 6" (#98). Die Plattformreihenfolge bei Gamesverkäufen lautet: 1. PC, 2. PS5, 3. Switch, 4. PS4 und 5. Xbox Series X|S.

In Hinblick auf Konsolen wurden 7,4 Millionen Geräte abgesetzt, plus 42 Prozent. Der Sprung wird hauptsächlich auf die bessere Verfügbarkeit der PlayStation 5 zurückgeführt. Die Sony-Konsole steigerte die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um stolze 177 Prozent. Mit weitem Abstand folgen Switch (-10 Prozent) und Xbox Series X|S (-18 Prozent). Im Zubehör-Bereich wurden 20,5 Millionen Peripheriegeräte verkauft (+9 Prozent). Der PS5 DualSense-Controller führt die Liste an, gefolgt vom Xbox Series Wireless Controller von Microsoft.

Gamesverkäufe in Europa 2023 / GSD Top 20 (digital und physisch)
  1. EA Sports FC 24
  2. Hogwarts Legacy
  3. FIFA 23
  4. Call of Duty: Modern Warfare III
  5. Grand Theft Auto V
  6. Diablo IV
  7. The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom (ohne Digitalverkäufe)
  8. Red Dead Redemption 2
  9. Super Mario Bros. Wonder (ohne Digitalverkäufe)
  10. Marvel's Spider-Man 2
  11. Star Wars Jedi: Survivor
  12. Assassin's Creed Mirage
  13. Mario Kart 8: Deluxe  (ohne Digitalverkäufe)
  14. Call of Duty: Modern Warfare II
  15. F1 23
  16. Nintendo Switch Sports (ohne Digitalverkäufe)
  17. Resident Evil 4
  18. God of War Ragnarok
  19. NBA 2K23
  20. It Takes Two

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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