Die Familie Schickedanz, Großaktionär der KarstadtQuelle AG, hat ihren Aktienanteil in den vergangenen Wochen deutlich ausgebaut. Gerüchte über eine Zerschlagung des angeschlagenen Handelskonzern werden nun lauter.

Die Großaktionäre der KarstadtQuelle AG, Madeleine Schickedanz und ihre Familie, haben ihren Aktienanteil an dem angeschlagenen Handelskonzern in den vergangenen Wochen auf fast 50 Prozent aufgestockt. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Gerüchte über eine Zerschlagung des Karstadt-Konzerns erhalten nun wieder neue Nahrung. Der bei der Kölner Privatbank Oppenheim stark verschuldete Schickedanz-Clan könnte Branchenbeobachtern zufolge aus einem Verkauf von Konzernteilen Profit schlagen - einzelne Teile von KarstadtQuelle seien laut Experten mehr wert, als der aktuelle Aktienkurs widerspiegelt. So werde allein das Immobilienvermögen auf über fünf Mrd. Euro geschätzt, wobei der Börsenwert des ganzen Konzerns dagegen gerade einmal bei 1,86 Mrd. Euro liege.

Die Familie Schickedanz ist Schätzungen zufolge bei Oppenheim mit mindestens 750 Mio. Euro verschuldet. Das Bankhaus hatte den Einstieg der Quelle-Erben bei Karstadt im Jahr 1999 und die Kapitalerhöhung im Dezember 2004 finanziert. Die Kredite sind mit KarstadtQuelle-Aktien besichert.

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Felix Falk, Managing Director game - The German Games Industry Association | Picture: Dirk Mathesius

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By Stephan Steininger 2 min read